Freiburg verbietet IZRS-Jahreskonferenz

Der Islamische Zentralrat Schweiz (IZRS) darf seine Jahreskonferenz 2014 wegen einer falschen Rednerliste nicht im Forum Freiburg abhalten. Das will der IZRS nicht akzeptieren.

In Freiburg nicht willkommen: IZRS-Präsident Nicolas Blancho spricht an der IZRS-Konferenz in Genf. (21. Dezember 2013)

In Freiburg nicht willkommen: IZRS-Präsident Nicolas Blancho spricht an der IZRS-Konferenz in Genf. (21. Dezember 2013) Bild: Keystone

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Der Oberamtmann des Saanebezirks hat die Genehmigung verweigert. Der IZRS will jedoch am Veranstaltungsort festhalten. Der IZRS habe keine verlässliche und definitive Liste der Redner geliefert, begründet der Oberamtmann des Saanebezirks, Carl-Alex Ridoré, den abschlägigen Entscheid in einer Mitteilung. Die Liste sei seit der Einreichung des Gesuchs im Juni fast vollständig geändert worden.

Zudem werden Gegendemonstrationen sowie Ausschreitungen, Schlägereien, Gewalt und Aggressionen befürchtet. Wegen der Risiken für die öffentliche Ordnung erachte der Oberamtmann es als angemessen, die Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit in diesem Fall einzuschränken, heisst es in der Medienmitteilung.

Der IZRS wollte seine Jahreskonferenz am 29. November im Forum Freiburg in Granges-Paccot FR abhalten. Thema sollte die Hidschra sein, die den Beginn der islamischen Zeitrechnung markiert.

IZRS kündigt Beschwerde an

Den abschlägigen Entscheid nahm der IZRS «mit Bestürzung» zur Kenntnis. Der IZRS halte am Veranstaltungsort und Datum fest, heisst es in einer Stellungnahme. Gegen den Entscheid will der IZRS am Mittwoch beim Kantonsgericht Freiburg eine superprovisorische Beschwerde einreichen.

Der IZRS gehe davon aus, dass der Entscheid rechtlich nicht haltbar sein dürfte, schreibt der IZRS weiter. Er verweist darauf, dass der IZRS sich bei früheren Jahreskonferenzen immer streng an die Auflagen der Behörden gehalten habe und es höchstens zu kleineren Kundgebungen ohne Zwischenfälle gekommen sei.

2012 hatte die Jahreskonferenz des IZRS bereits einmal im Forum Freiburg stattgefunden. 2013 fand die Jahreskonferenz in Genf statt. In beiden Fällen hatte der Bund jeweils die Einreise eines Redners verweigert. (rar/sda)

Erstellt: 11.11.2014, 12:22 Uhr

Artikel zum Thema

Blancho: Terror gegen Schweizer ist «absolut verboten»

Die Terrormiliz IS im Irak und in Syrien hat zur Tötung von Zivilisten im Westen aufgerufen. Der als fundamentalistisch geltende schweizerische IZRS widerspricht – und untermauert dies mit Koranversen. Mehr...

Blancho referiert in Berliner Radikalen-Moschee

Nicolas Blancho, Chef des Islamischen Zentralrates der Schweiz (IZRS), reiste an ein Islamseminar in die radikale Berliner Al-Nur-Moschee. Derweil durfte sein Kollege Qaasim Illi doch nach Kanada reisen. Mehr...

Spreitenbach will Islamisten nicht – Zentralrat droht mit Demo

Nach Bülach hat auch Spreitenbach dem Islamischen Zentralrat Schweiz für die Veranstaltung «Islam Unity 2012» eine Absage erteilt. Der Rat tarnte die Versammlung als Privatanlass einer Informatikschule. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Leser-Reporter

Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von Tagesanzeiger.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...

Blog

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Leser-Reporter

Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von Tagesanzeiger.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...

Paid Post

Profis lassen sich nicht von Emotionen leiten

Intelligente Roboter verbessern unseren Alltag. Warum nicht auch unsere Investments?

Die Welt in Bildern

Wo die Toten ruhen: Anlässlich des Feiertags Eid al-Fitr besuchen Muslime den Friedhof von Nadschaf im Irak, der mit 5 Millionen begrabenen Menschen als grösster der Welt gilt. (16. Juni 2017)
(Bild: Alaa Al-Marjani ) Mehr...