Freisinnige Pläne für eine Energiewende

Laut einem Zeitungsbericht bereitet die FDP derzeit eine veränderte Energiepolitik vor – mit dem Fernziel einer Schweiz ohne Atomkraftwerke.

Was tun? Präsident Pelli und seine Parteifreunde arbeiten offenbar an einem Energiekonzept. (Archivbild)

Was tun? Präsident Pelli und seine Parteifreunde arbeiten offenbar an einem Energiekonzept. (Archivbild) Bild: Keystone

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Wie die «SonntagsZeitung» in ihrer aktuellen Ausgabe berichtet, sammelt eine Kommission auf Geheiss von Parteipräsident Fulvio Pelli Vorschläge für eine künftige Energiepolitik der Schweizer Liberalen. Am Mittwoch sollen die Ideen laut dem Bericht intern vorgestellt werden. «Die Schweiz könnte damit ab 2040 ohne Atomstrom auskommen», zitiert die Zeitung Nationalrat Peter Flück aus Brienz.

Ein radikales Konzept habe Nationalrat Ruedi Noser vorgelegt, heisst es in dem Bericht weiter. Mit diesem Modell nach dem Vorbild des US-Bundesstaats Kalifornien würde der Staat den Energiekonzernen vorgeben, wie viel Strom sie pro Jahr absetzen dürfen – etwa mit einem vorgegebenen Ziel zur Minderung. Wer seinen Kunden weniger verkaufe, erhalte dafür einen Bonus, während im gegenteiligen Fall eine Strafzahlung fällig würde.

Ein Bündel von Vorschlägen

Weitere Ideen und Vorschläge innerhalb der FDP nennt Flück laut dem Bericht ebenfalls. Dazu zählten beispielsweise die Verpflichtung der Lieferanten, den Anteil an erneuerbaren Energien jährlich zu erhöhen, ein Ja zum Ausbau der Grimsel-Staumauer, Kostenwahrheit beim Atomstrom und die Entfernung von Technologien und Geräten wie Elektrowiderstandsheizungen, die besonders viel Strom verbrauchen.

Dass der Glaube an eine Zukunft der Kernkraft bröckelt, zeigen Äusserungen von Parteichef Fulvio Pelli. «Nach Japan ist realistischerweise ein Konsens für den Neubau von Kernkraftwerken nicht mehr gegeben; sogar der AKW-Hersteller Siemens prüft den Ausstieg», zitiert die «SonntagsZeitung» ihn in einem Interview, «Aufgabe der Politik ist es nun, neue Szenarien zu prüfen». (raa)

Erstellt: 10.04.2011, 14:26 Uhr

Artikel zum Thema

«Der Kampf gegen die Atomkraft kennt keine Grenzen»

Claudia Roth, die Vorsitzende der deutschen Grünen, drängt darauf, dass auch die Schweiz die AKW bald abschaltet. Ein Gespräch über Umweltpolitik, Ausländerfeindlichkeit in Grün und das Verhältnis zwischen zur Schweiz. Mehr...

AKW Onagawa: Acht Liter radioaktives Wasser ausgetreten

Gleich in allen drei Reaktoren des abgeschalteten Atomkraftwerkes im Norden Japans ist Wasser ausgelaufen. Das schwere Nachbeben forderte mehrere Tote und Verletzte. Mehr...

Blogs

Geldblog Sie trauen der Börsen-Hausse nicht? So gewinnen Sie beim Crash

Von Kopf bis Fuss Hausmittel gegen Husten und Halsweh

Paid Post

Verstehen Sie Ihre Arztrechnungen?

Sie wollen wissen, was genau auf Ihrer Arztrechnung steht? Kein Problem – lassen Sie es sich einfach im Kundenportal des Gesundheitsversicherers Atupri übersetzen.

Die Welt in Bildern

Warten auf den Papst: Ein Mann schaut aus seinem Papst-Kostüm hervor. Der echte Papst verweilt momentan in Bangkok und die Bevölkerung feiert seine Ankunft. (20. November 2019)
(Bild: Ann Wang) Mehr...