Gasthaus «Schönau» in Wohlen wird Asylunterkunft

In den nächsten fünf Jahren werden alleinreisende Männer im Gasthaus «Schönau» einquartiert. Die Aargauer Gemeinde führt drei Asylunterkünfte.

Bald blicken Asylsuchende auch aus dem Gasthof «Schönau»: Ein Asylant fotografiert die Aussicht aus dem Asylzentrum Sonnenberg in Vilters. (8. Juli 2016)

Bald blicken Asylsuchende auch aus dem Gasthof «Schönau»: Ein Asylant fotografiert die Aussicht aus dem Asylzentrum Sonnenberg in Vilters. (8. Juli 2016) Bild: Gian Ehrenzeller/Keystone

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Im Gegenzug zur Umnutzung des Gasthauses «Schönau» zu einer Asylunterkunft, wird im kommenden Jahr eine Barackensiedlung geschlossen, in der 50 Asylsuchende leben.

Auf dieses Vorgehen einigten sich der Kantonale Sozialdienst (KSD) und die Gemeinde Wohlen, wie das kantonale Departement Gesundheit und Soziales (DGS) am Montag mitteilte. Für die neue Unterkunft im Gasthaus «Schönau» ist gemäss Kanton kein Umnutzungesuch notwendig. In der Unterkunft will der Kanton bis zu 90 alleinreisende Männer einquartieren.

Wohlen hat drei Asylunterkünfte

Die Zivilschutzanlage der Kantonsschule Wohlen soll unverändert als Notunterkunft betreiben werden können. Die Anlage bietet Platz für 70 Personen und soll einzig in akuten Notsituationen genutzt werden.

Der KSD führt in Wohlen derzeit drei Asylunterkünfte, in denen insgesamt 77 Personen leben. Die Freiämter Metropole betreut weitere 21 Personen. Es handelt sich um vorläufig aufgenommene Asylsuchende.

Wohlen erfüllt Aufnahmepflicht

Der Kanton anerkennt nach eigenen Angaben, dass Wohlen als Zentrumsgemeinde bereits erhebliche Belastung solidarisch mitträgt. Zwar erfülle die Gemeinde die Aufnahmepflicht von derzeit 50 Personen nicht ganz.

Doch weil die in den kantonalen Unterkünften untergebrachten Personen der Aufnahmequote angerechnet würden, übertreffe die Gemeinde das Soll deutlich.

Der Kanton und Wohlen einigten sich auch darauf, dass man sich erneut bespricht, falls aus der Gemeinde dem Kanton weitere Mietobjekte für Asylunterkünfte angeboten werden. Es gehe darum, «verträgliche Lösungen zu finden», hält das DGS fest. (foa/sda)

Erstellt: 18.07.2016, 12:13 Uhr

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