Gleichberechtigung: Schweiz rückt einen Platz vor

Die Schweiz hat sich auf der weltweiten Gleichstellungs-Rangliste des WEF verbessert und liegt klar vor Deutschland oder Österreich. Zudem gibt es überraschende Aufsteiger.

Gute Einbindung in politische Entscheidungsstrukturen: Die Schweiz mit ihren Bundesrätinnen Eveline Widmer-Schlumpf, Doris Leuthard und Simonetta Sommaruga, hier auf einer Aufnahme von 2010 zusammen mit Ex-Kollegin Micheline Calmy-Rey (von rechts).

Gute Einbindung in politische Entscheidungsstrukturen: Die Schweiz mit ihren Bundesrätinnen Eveline Widmer-Schlumpf, Doris Leuthard und Simonetta Sommaruga, hier auf einer Aufnahme von 2010 zusammen mit Ex-Kollegin Micheline Calmy-Rey (von rechts). Bild: Keystone

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Die Schweiz liegt neu auf Platz neun. An der Spitze befinden sich Island, Finnland, Norwegen und Schweden. Das Schlusslicht bildet Jemen. Dies ist dem Global Gender Gap Report 2013 des World Economic Forum (WEF) zu entnehmen. Die Details zur Schweiz finden Sie hier im Originaldokument.

Der Global Gender Gap Report untersucht in 136 Ländern, in denen 93 Prozent der Weltbevölkerung leben, die Gleichstellung von Mann und Frau in den Bereichen Gesundheit und Überlebenschancen, Zugang zu Bildung sowie Einbindung in politische und wirtschaftliche Entscheidungsstrukturen.

«Ein Muss für hier und jetzt»

Weltweit ist gemäss Mitteilung vom Freitag der Zugang zu Gesundheit und Bildung zunehmend gerechter verteilt. Bei wirtschaftlicher Gleichstellung und politischer Teilhabe jedoch bestehe hoher Handlungsbedarf. Dies gelte auch für die Schweiz.

«Viele Länder werden in Sachen Humankapital radikal umdenken müssen - auch darüber, wie sie Frauen in Führungspositionen integrieren», wird WEF-Gründer Klaus Schwab in der Mitteilung zitiert. «Dieses Umsteuern im Denken und Handeln ist nicht ein Ziel für die Zukunft, sondern ein Muss für hier und jetzt.»

Keine Verbesserung in Nordafrika

Überraschend ist etwa der Aufstieg der Philippinen. Das Land rangiert neu auf dem 5. Platz. Das WEF schreibt dazu: «Die Philippinen sind das bestplatzierte Land Asiens, vor allem dank Fortschritten bei Gesundheit, Bildung und wirtschaftlicher Teilhabe.»

Die Vereinigten Staaten stehen auf Rang 23, ebenfalls eine Position schlechter als 2012. Nach Südafrika sind die besten BRICS-Staaten Russland (61), Brasilien (62), China (69) und Indien (101). Ganz unten stehen der Tschad (134), Pakistan (135) und Jemen (136).

Das WEF analysierte auch die Lage im Mittleren Osten und Nordafrika. Und schreibt dazu: «Dies sind die einzigen Regionen, in denen sich das Gesamtbild 2013 nicht verbessert hat. Am besten schneiden die Vereinigten Arabischen Emirate (109) im arabischen Raum ab, die relative Gleichstellung in Bildungsfragen verwirklicht haben. Allerdings gelingt es den meisten Ländern der Region, darunter Bahrain (112), Katar (115) und anderen noch nicht, aus ihren Bildungsinvestitionen durch eine stärkere wirtschaftliche und politische Einbindung von Frauen Kapital zu schlagen.» (sam/sda)

Erstellt: 25.10.2013, 09:54 Uhr

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