Gleichstellungsbericht: Schweiz hinter den Philippinen

Die Schweiz hält sich im Global Gender Gap Report des WEF unter den besten zehn. Nachgelassen hat die Schweiz laut dem Bericht bei der Bildung.

Könnte offenbar noch besser gefördert werden: Schülerin in Birgisch, Wallis. (16. März 2012)

Könnte offenbar noch besser gefördert werden: Schülerin in Birgisch, Wallis. (16. März 2012) Bild: Keystone

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Die Schweiz hat sich auf der weltweiten Gleichstellungs-Rangliste seit drei Jahren nicht mehr verbessert. Gemäss dem Global Gender Gap Report 2012 des World Economic Forum (WEF) ist sie erneut auf Platz 10 gelandet. An der Spitze liegt immer noch Skandinavien.

Der Global Gender Gap Report untersucht in 135 Ländern die Gleichstellung von Mann und Frau in der Wirtschaft, beim Zugang zu Grundbildung und höherer Ausbildung, bei der politischen Beteiligung sowie bei Gesundheit und Lebenserwartung.

Der Report zeigt, dass die Schweiz seit 2006 (damals Platz 26) zwar massive Fortschritte in der Gleichstellung erzielt hat, seit 2010 nun aber auf dem gleichen Platz verharrt. In dieser Zeit wurde sie von Nicaragua überholt (Platz 9) und rangiert mittlerweile auch hinter den Philippinen (Platz 8).

Island führt Liste an

Angeführt wird die Liste – wie auch schon in den Jahren zuvor – von Island, Finnland, Norwegen und Schweden, wie aus dem veröffentlichten Report hervorgeht. Diese Länder haben es geschafft, ihre Geschlechterungleichheit zu mehr als 80 Prozent auszugleichen. Die Schweiz hat erst 76 Prozent erreicht.

Verbessert hat sich die Schweiz im neuesten Bericht vor allem beim Thema Gesundheit und Lebenserwartung. Etwas nachgelassen hat die Schweiz gemäss WEF-Report hingegen beim Thema Bildung.

Jemen macht Fortschritte, bleibt aber Schlusslicht

Schlusslichter bei der Gleichberechtigung von Mann und Frau sind in diesem Jahr Tschad (Platz 133), Pakistan (134) und Jemen auf dem 135. und damit letzten Platz. Gemäss WEF-Report hat sich Jemen zwar in den letzten Jahren verbessert, vom Schlussrang kommt das arabische Land trotzdem nicht weg.

Insgesamt konnten rund 80 Länder die Gleichberechtigung in der Wirtschaft verbessern, darunter auch die USA, Japan und Deutschland. In China ist die Ungleichbehandlung von Männern und Frauen im Arbeitsleben hingegen wieder etwas grösser geworden. (ses/sda)

Erstellt: 24.10.2012, 01:16 Uhr

Artikel zum Thema

«Diese Politiker haben ein veraltetes Rollenbild»

 Justizdirektor Martin Graf (Grüne) wehrt sich gegen die Abschaffung der kantonalen Fachstelle für Gleichstellung, wie dies bürgerliche Kantonsräte verlangen. Er will aber auch keine Frauenquote einführen. Mehr...

Wieso profitieren nur die Frauen?

Blog Politblog Die wichtigsten Aspekte der Gleichstellungsfragen werden immer noch nicht thematisiert. Eine Carte Blanche von Walter Hollstein, Gutachter des Europarates für Männerfragen. Zum Blog

Gleichstellung in der Falle?

Blog Politblog Männer und Frauen haben kein gemeinsames Ziel. Im Gegenteil, Gleichstellung wird zu einer individuellen und privaten Angelegenheit. Carte Blanche von Nationalrätin Cesla Amarelle (SP, VD). Zum Blog

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Blog

Kommentare

Wettbewerb

Wie du spielend Geld sparen kannst

Energy Hero ist das kostenlose Online-Spiel, mit dem du mit etwas Fingerfertigkeit Preise im Wert von insgesamt 30 000 Franken gewinnen kannst.

Die Welt in Bildern

Bitte lächeln: Frankie die Bordeauxdogge stellt sein Löwenkostüm zur Schau. Er nimmt mit seinem Herrchen an der Tompkins Square Halloween Hundeparade in Manhattan teil (20. Oktober 2019).
(Bild: Andrew Kelly) Mehr...