Graubünden hat nun offiziell seinen nationalen Naturpark

Der Bündner Parc Ela ist offizielle «Regionaler Naturpark von nationaler Bedeutung». Bundesrat Schneider-Ammann überreicht dem Trägerverein das Label. Damit ist die Finanzierung des Projekts für längere Zeit sicher.

Als Vertreter von Bern dabei: Johann Schneider-Ammann spricht in Tiefencastel. (23. Juni 2012)

Als Vertreter von Bern dabei: Johann Schneider-Ammann spricht in Tiefencastel. (23. Juni 2012) Bild: Keystone

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Der Bündner Parc Ela hat in Tiefencastel die Anerkennung als «Regionaler Naturpark von nationaler Bedeutung» gefeiert. Das Label wurde dem Trägerverein des grössten Naturparks der Schweiz von Bundesrat Johann Schneider-Ammann überreicht. Der Kanton Graubünden wurde an der Feier von Regierungspräsidentin Barbara Janom Steiner vertreten. Mit der Anerkennung und der damit verbundenen finanziellen Unterstützung durch Bund und Kanton ist die Zukunft des Parc Ela nach Angaben der Verantwortlichen für mindestens zehn Jahre gesichert.

Der Naturpark liegt im Herzen Graubündens rund um den 3338 Meter hohen Piz Ela, in der Region Albula-Bergün und Savognin-Bivio. Mit 548 Quadratkilometern Fläche ist der Parc Ela mehr als dreimal so gross wie der Schweizerische Nationalpark im Engadin.

Regionale Wirtschaft stärken

Im Gegensatz zum Nationalpark sind strenge Schutzzonen aber nicht vorgesehen. Regionale Naturpärke sind teilweise besiedelte, ländliche Gebiete, die sich durch hohe Natur- und Landschaftswerte auszeichnen und deren Bauten sich in das Landschaftsbild einfügen.

Im Parc Ela arbeiten die 19 Parkgemeinden gemeinsam daran, die regionale Wirtschaft zu stärken, Natur und Landschaft zu schützen und das dreisprachige kulturelle Erbe zu bewahren. An der ganztägigen Feier zeigten Ausstellungen und Stände die Naturschönheiten, die Kultur, die Zukunftsideen und die Wirtschaft im Parkperimeter.

Im Kanton Graubünden gibt es neben dem Parc Ela einen zweiten regionalen Naturpark, die Biosfera Val Müstair. Ein weiterer Naturpark, der Naturpark Beverin ist im Aufbau. (kpn/sda)

Erstellt: 23.06.2012, 20:17 Uhr

Artikel zum Thema

Ein kräftiges Ja für die Bündner Olympia-Pläne

Die Schweizer Sportverbände sichern der Olympia-Kandidatur Graubünden 2022 ihre volle Unterstützung zu. Ohne Gegenstimme sagt das Sportparlament Ja zur Einreichung der Bewerbung im Sommer 2013. Mehr...

Auf nach Afrika!

Hintergrund Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann machte heute Werbung für Afrika, «riesiges Potenzial» liege dort. Tatsächlich scheint der Kontinent für die Schweizer Wirtschaft attraktiv, wie Beispiele zeigen. Mehr...

Eine Bank für den Tourismus

Im Wirtschaftsdepartement von Johann Schneider-Ammann wälzt man Pläne, wie die bedrängte Tourismusbranche zu stützen ist. Das freut die Betroffenen. Mehr...

Blog

Kommentare

Blogs

Sweet Home Zeit, sich ums Esszimmer zu kümmern

Tingler Schreiben Sie Tagebuch?

Weiterbildung

Lohncheck in Pflegeberufen

Qualifiziertes Pflegepersonal ist rar. Eine Pflegeinitiative setzt sich darum für höhere Löhne ein.

Die Welt in Bildern

Kein Ball aber viel Rauch: Der Fussballer Tyler Roberts von Wales steht beim Spiel gegen Dänemark in Cardiff im Dunstkreis von einer Fan-Fackel. (17. November 2018)
(Bild: Matthew Childs) Mehr...