Helikopter-Rettungen im Wallis werden viel teurer

Die neuen Tarife der Krankenversicherer und Rettungsdienste sind vom Staatsrat genehmigt worden.

Neue Tarife: Einsatz der Air Zermatt bei den alpinen Weltcuprennen in Crans-Montana. (Keystone/Jean-Christophe Bott/21. Februar 2019)

Neue Tarife: Einsatz der Air Zermatt bei den alpinen Weltcuprennen in Crans-Montana. (Keystone/Jean-Christophe Bott/21. Februar 2019)

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Im Wallis werden Helikopterrettungen künftig deutlich mehr kosten. Grund sind neue Tarife, welche die Krankenversicherer und die helikoptergestützten Rettungsdienste ausgehandelt haben.

Der Walliser Staatsrat hat die neuen Tarife genehmigt, wie er am Donnerstag mitteilte. Die Einigung zieht einen Schlussstrich unter einen jahrelangen Streit zwischen den Krankenversichern und den Helikopterunternehmen Air-Glaciers und Air Zermatt. Die Verhandlungen mit den Unfallversicherern hingegen sind laut der Walliser Regierung noch nicht abgeschlossen. Die entsprechenden Vereinbarungen seien nicht der kantonalen Genehmigung unterstellt.

2011 hat die Kantonale Walliser Rettungsorganisation seit 2003 gültigen Tarife für helikoptergestützte Rettungseinsätze gekündigt. Danach hatten Versicherer und die Rettungsdienste keine Einigung erzielen können. Der Kanton setzte deshalb 2015 die Tarife von Amtes wegen fest.

Beschwerde eingereicht

Gegen diesen Entscheid wurde Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht eingereicht. Das Gericht verlangte 2017 vom Kanton, den Entscheid zu überarbeiten. Auch präzisierten die Richter die zusätzlich durchzuführenden Abklärungen und den geltenden Rahmen, insbesondere in Bezug auf die einzuhaltende Tarifstruktur.

Auf dieser Grundlage habe das Gesundheitsdepartement die Partner aufgefordert, die Verhandlungen erneut aufzunehmen, schreibt die Walliser Regierung. Die neuen Tarife seien 2018 auf der Grundlage der Kosten der Rettungsdienste Air-Glaciers und Air Zermatt gemäss dem vom Bundesverwaltungsgericht vorgegebenen Rahmen verhandelt worden.

Rettungswesen langfristig gesichert

Die Einigung bringt laut den Entscheidungsträgern eine langfristige Sicherung des helikoptergestützten Rettungswesens. Sie führt aber auch zu deutlich kostspieligeren Einsätzen.

Künftig beläuft sich beispielsweise der Rechnungsbetrag bei einem halbstündigen Einsatz mit mit einem zweimotorigen Helikopter auf 3516 Franken. Gemäss dem bisherigen Tarif waren es 2766 Franken. Das ist eine Zunahme von rund 27 Prozent. Der behördlich festgelegte Tarif hätte Kosten von 3401 Franken verursacht.

Die Tarife gelten rückwirkend auf den 1. Januar 2014. Die Rückwirkung hat keine Auswirkungen auf die Patienten, wie Victor Fourier, Leiter der Walliser Gesundheitsdienste der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte. (fal/sda)

Erstellt: 18.07.2019, 16:39 Uhr

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