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«Ich bin für Quoten»

Kinderkrippen, Frauenquoten und Kaderstellen für Teilzeitangestellte – Micheline Calmy-Rey, Eveline Widmer-Schlumpf und Doris Leuthard sprachen mit Tagesanzeiger.ch/Newsnet über Rezepte für die Gleichberechtigung.

Befürwortet Frauenquoten für Politik und Wirtschaft: Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey. (Video: Jan Derrer)

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Die Bundesrätinnen Micheline Calmy-Rey, Eveline Widmer-Schlumpf, Doris Leuthard und Simonetta Sommaruga feierten heute in Bern 40 Jahre Frauenstimmrecht. Im Videointerview mit Tagesanzeiger.ch/Newsnet blicken drei von ihnen in die Zukunft und sprechen darüber, was es ihrer Ansicht nach braucht, damit die Gleichberechtigung vorwärtskommt.

Bei der Salärgerechtigkeit zwischen Mann und Frau gebe es noch viel zu tun, erklärte Bundesrätin Leuthard vor Parlamentariern sowie weiteren Gästen aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft an der Feier in Bern. Der ebenfalls anwesende Bundesrat Johann Schneider-Ammann sagte, Frauen und Männer seien heutzutage gleich gut ausgebildet, es sei nichts als richtig, dass die Frauen mehr und mehr Einzug in die Chefetagen hielten.

Weltweit eines der letzten Länder

Die Schweiz war weltweit eines der letzten Länder, das den Frauen die gleichen politischen Rechte zugestanden hat wie den Männern. Am 7. Februar 1971 stimmten 65,7 Prozent der Männer der Einführung des Frauenstimmrechts zu. Elf Jahre zuvor, 1959, war die gleiche Vorlage mit einer Zweidrittelmehrheit abgelehnt worden.

An der Feier in Bern wurde der Kämpfe gedacht, die zur Erreichung des Frauenstimmrechts nötig waren. Hierzu gab es einen filmischen Rückblick in ein halbes Jahrhundert Frauengeschichte. «Das Frauenstimm- und -wahlrecht war gleichsam der Grundstein für eine konkrete Gleichstellungspolitik der Schweiz», so Calmy-Rey in Bern. «Vieles, das die Pionierinnen hart erkämpfen mussten, ist heute für die jungen Frauen selbstverständlich geworden.»

Erstellt: 06.06.2011, 17:20 Uhr

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