Internationaler Aufruf der Klimastreikbewegung

Viele Jugendliche werfen den Entscheidungsträgern Versagen vor. Nun wollen sie sich Gehör verschaffen.

Schülerinnen und Schüler streiken in Bern für das Klima. Foto: Franziska Rothenbühler

Schülerinnen und Schüler streiken in Bern für das Klima. Foto: Franziska Rothenbühler

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Protest Wir, die Jugend, sind zutiefst um unsere Zukunft besorgt. Die Menschheit verursacht das sechste Massensterben der Arten, und unser globales Klima befindet sich kurz vor einer katastrophalen Krise. Bereits heute leiden Millionen von Menschen unter dessen zerstörerischen Auswirkungen. Zugleich sind wir weit davon entfernt, die Ziele des Pariser Übereinkommens zu erreichen.

Wir jungen Menschen machen die Hälfte der weltweiten Bevölkerung aus. Unsere Generation wuchs mit der Klimakrise auf, und wir müssen mit ihr umgehen für den Rest unseres Lebens. Trotzdem sind die meisten von uns nicht in die lokalen und globalen Entscheidungsprozesse eingebunden. Wir sind die stimmlose Zukunft der Menschheit.

Wir akzeptieren diese Ungerechtigkeit nicht mehr länger. Wir fordern Klimagerechtigkeit. Wir fordern Klimagerechtigkeit für alle vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Opfer der Klimakrise. Aus diesem Grunde erheben wir uns. Tausende von uns sind in den ver-gangenen Wochen weltweit auf die Strassen gegangen. Nun werden wir unserer Stimme Gehör verschaffen. Am 15. März werden wir auf jedem Kontinent protestieren.

Bis Klimagerechtigkeit herrscht

Wir müssen die Klimakrise endlich wie eine Krise behandeln. Sie ist die grösste Bedrohung in der Geschichte der Menschheit, und wir akzeptieren nicht Ihre Untätigkeit, welche unsere ganze Zivilisation bedroht. Wir werden kein Leben in Angst und Zerstörung akzeptieren. Wir haben das Recht, unsere Träume und Hoffnungen leben zu können. Der Klimawandel ist bereits in vollem Gang. Menschen sind gestorben, sterben und werden sterben wegen ihm, aber wir können und werden diesen Wahnsinn aufhalten.

Wir, die Jugend, haben uns zu bewegen begonnen. Wir werden das Schicksal der Menschheit ändern, ob ihr das nun mögt oder nicht. Gemeinsam werden wir uns am 15. März erheben und noch viele Male danach, bis Klimagerechtigkeit herrscht. Wir fordern die Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger auf, Verantwortung zu übernehmen und diese Krise zu lösen. Ihr habt in der Vergangenheit versagt. Wenn ihr weiterhin versagt, werden wir jungen Menschen selbst diesen Wandel vollziehen. Die Jugend dieser Welt hat begonnen, sich zu bewegen und wird nicht wieder ruhen.

Im Namen der internationalen Klimastreikbewegung: Loukina Tille, Andri Gigerl und Jonas Kampus.

Erstellt: 01.03.2019, 20:25 Uhr

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