Ja zur zweiten Röhre

Der Entscheid ist gefallen: Das Parlament will am Gotthard 2,8 Milliarden ausgeben. Das letzte Wort wird aber das Volk haben. Tagesanzeiger.ch/Newsnet berichtete live.

(Erstellt: 24.09.2014, 14:34 Uhr)

Umfrage

Braucht es eine zweite Röhre am Gotthard?

Ja.

 
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Nein.

 
48.7%

1348 Stimmen


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Eine zweite Gotthardröhre?

Eine zweite Gotthardröhre? Der Bau eines zweiten Strassentunnels am Gotthard ist umstritten.

Die Geschichte des Tunnels

25. Juni 1965: Das Parlament beschliesst, das Nationalstrassennetz mit einer wintersicheren Verbindung durch den Gotthard zu ergänzen.

5. Mai 1970: Offizieller Beginn der Bauarbeiten

16. Dezember 1976: Durchschlag des 16,9 Kilometer langen Haupttunnels

5. September 1980: Das 686 Millionen Franken teure Bauwerk ist offen.

31. Dezember 1981: Im ersten Betriebsjahr 1981 fahren knapp 3 Millionen Fahrzeuge durch den Tunnel.

20. Februar 1994: Das Volk nimmt die «Alpeninitiative» an. Diese verlangt die Verlagerung des alpenquerenden Gütertransitverkehrs auf die Schiene und einen Ausbaustopp für bestehende Alpen-Transitachsen.

31. Dezember 2000: Das jährliche Verkehrsaufkommen erreicht mit 6,8 Millionen Fahrzeugen einen Höhepunkt. Seither pendelt es sich bei 6,0 bis 6,3 Millionen Fahrzeugen ein.

24. Oktober 2001: Bei einer Brandkatastrophe kommen elf Personen ums Leben. Der Tunnel muss für zwei Monate gesperrt werden. Nach der Wiedereröffnung wird das «Tropfenzählersystem» für den Schwerverkehr eingerichtet, das heute noch gilt.

8. Februar 2004: Mit ihrem Nein zum Gegenvorschlag zur Avanti-Initiative lehnten die Stimmberechtigten den Bau einer zweiten Gotthard-Röhre ab.

17. Dezember 2010: Der Bundesrat empfiehlt in einem Bericht zunächst eine Sanierung des Tunnels mit Vollsperrung oder mit Sommeröffnung als optimale Varianten.

27. Juni 2012: Der Bundesrat spricht sich doch für den Bau einer zweiten Röhre aus.

20. März 2014: Der Ständerat unterstützt die Pläne des Bundesrats für einen zusätzlichen Tunnel. (sda)

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