Neue Wege

Kanton Zug plant «Asyl-Sonderzonen»

Der neue Zuger Baudirektor Urs Hürlimann will den Druck von den Gemeinden nehmen, neue Standorte für Asyl-Unterkünfte zu finden. Er hat eine brisante Idee.

Für die Gemeindebehörden ist es oft schwierig, einen geeigneten Standort zu finden: Asylzentrum in Steinhausen. (Archivbild)

Für die Gemeindebehörden ist es oft schwierig, einen geeigneten Standort zu finden: Asylzentrum in Steinhausen. (Archivbild) Bild: Urs Flüeler/Keystone

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Weil sich Gemeinden immer wieder schwer tun, einen Standort für eine Asyl-Unterkunft zu finden, möchte die Zuger Regierung einen neuen Weg gehen: Sie schlägt vor, den Gemeinden diese Entscheidung abzunehmen – mit «Asyl-Sonderzonen».

Die Regierung schlägt vor, die Suche nach einem geeigneten Standort von Gemeindeebene auf Kantonsebene zu verschieben. Konkret soll der Kantonsrat im Rahmen der Richtplandebatte so genannte «Asyl-Sonderzonen» bestimmen, in denen Unterkünfte möglich sind.

«Die Suche nach einem Standort ist in den Gemeinden immer wieder ein emotionales Thema», sagte der neue Baudirektor Urs Hürlimann (FDP) am Freitag gegenüber dem «Regionaljournal Zentralschweiz» von Radio SRF 1. Einen Standort zu finden, sei für die Behörden oft schwierig.

Druck von den Gemeinden nehmen

Mit dem Vorschlag will die Regierung den Druck von den Gemeinden nehmen, weil diese sich bei Widerstand aus der Bevölkerung auf den Kanton berufen könnten. Im Gegenzug hätten die Gemeindebehörden aber wohl weniger zum Standort zu sagen.

Mit den Gemeinden sei der Vorschlag noch nicht gross abgesprochen, sagte Hürlimann weiter. «Wir sind gespannt, wie die Idee ankommt.» Die «Asyl-Sonderzonen» sind Teil der Revision des Planungs- und Baugesetzes, die soeben in die Vernehmlassung gegeben wurde.

Bis Ende September können sich Gemeinden, Parteien und Gruppierungen nun zu diesem Vorschlag äussern. (chk/sda)

Erstellt: 03.06.2016, 05:24 Uhr

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