Keiner fehlt so oft wie Roger Köppel

Seit zwei Jahren ist der SVP-Politiker im Nationalrat. Doch dort taucht der «Weltwoche»-Herausgeber nicht allzu oft auf.

Der grosse Abwesende: Roger Köppel liest Zeitung während der Debatte um die Altersvorsorge 2020 im Nationalrat. (16. März 2017)

Der grosse Abwesende: Roger Köppel liest Zeitung während der Debatte um die Altersvorsorge 2020 im Nationalrat. (16. März 2017) Bild: Peter Klaunzer/Keystone

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Mit dem besten je erzielten Resultat ist Roger Köppel vor zwei Jahren in den Nationalrat gewählt worden. Dort glänzt der Zürcher SVP-Politiker und «Weltwoche»-Herausgeber mittlerweile noch in einer anderen Kategorie: als grosser Abwesender.

Von den 2244 Abstimmungen, die der Rat in der laufenden Legislatur bisher durchgeführt hat, liess Köppel 539 und damit fast jede vierte unentschuldigt aus, wie die «NZZ am Sonntag» berichtet. Darunter offenbar auch bei der letzten Runde der Zuwanderungsinitiative. Zudem habe er noch keinen einzigen Vorstoss eingereicht.

SVP führt beide Listen an

Kein anderer Ratskollege fehlte derart häufig. Er lag damit klar vor BDP-Gründer Hans Grunder (BE) und dem Grünliberalen Martin Bäumle (ZH), wie die Analyse der Abstimmungen zeigt.

Umgekehrt wird auch die Liste der fleissigsten Knopfdrücker von SVP-Vertretern angeführt: Es sind Andrea Geissbühler (BE), Barbara Keller-Inhelder (SG) und Nadja Pieren (BE), die nur zwei bis fünf Mal grundlos fehlten. Roger Köppel habe laut der Zeitung eine Stellungnahme abgelehnt.

(sep)

Erstellt: 26.11.2017, 12:39 Uhr

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