Klimaaktivisten wollen bis nach Davos wandern

Das Bündnis Strike-WEF will sich nicht von den Bündner Behörden stoppen lassen.

Demonstrieren für das Klima: Kundgebung im letzten Februar in Zürich. (Keystone/Ennio Leanza/2. Februar 2019)

Demonstrieren für das Klima: Kundgebung im letzten Februar in Zürich. (Keystone/Ennio Leanza/2. Februar 2019)

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Die Klimaaktivisten haben die Absicht, die angekündigte dreitägige Wanderung von Landquart bis zum WEF-Austragungsort Davos zu absolvieren. Die Behörden bewilligten am Mittwoch den Marsch nur bis Klosters.

Den letzten Abschnitt von Klosters nach Davos dürfen die Winterwanderer und WEF-Kritiker nicht mehr unter die Füsse nehmen. Die Bündner Behörden begründen das Verbot damit, dass die Kantonsstrasse auf diesem Streckenabschnitt auch als Rettungsachse diene.

Das Klimabündnis, das unter dem Namen Strike-WEF auftritt, will aber die ganze dreitägige Wanderung bis nach Davos marschieren, wie es am Donnerstag in einer Mitteilung bekräftigte. Man werde auch am Dienstag, am WEF-Eröffnungstag, die Wanderung von Klosters aus fortsetzen, und zwar auf Wegen, die keiner Bewilligungspflicht unterlägen wie etwa Wanderwegen.

«Absurd und nicht realistisch»

Danach soll eine Demonstration auf dem Rathausplatz in Davos stattfinden. Deren Teilnehmerzahl wurde von den Behörden auf 300 begrenzt. Das gilt ebenfalls für die Kundgebung der Jungsozialisten (Juso), die nachher demonstrieren dürfen. Strike-WEF schrieb am Donnerstag, die von den Behörden gesetzte Obergrenze sei «absurd und nicht realistisch».

Die dreitägige Wanderung von über 40 Kilometern nach Davos soll am Sonntag mit einer Platzkundgebung in Landquart beginnen. Mit dem Marsch wollen die Klimaaktivisten die 3000 WEF-Teilnehmer auf deren Verantwortung im Klimaschutz hinweisen. (fal/sda)

Erstellt: 16.01.2020, 12:55 Uhr

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