Krach in Herrliberg

In Herrliberg will sich ein Anwohner gegen den lokalen Fussballclub seine Ruhe erstreiten. Der Ausgang des Streits wird Folgen für die ganze Schweiz haben.

Fantastische Aussicht in Herrliberg. Man sieht den See, die Hügel – und den Fussballplatz. Foto: Urs Jaudas

Fantastische Aussicht in Herrliberg. Man sieht den See, die Hügel – und den Fussballplatz. Foto: Urs Jaudas

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Es knirscht der Kies, es klackert der Absatz, und ­irgendwo weit weg weht das Echo eines Schiffshorns über den See. Hast du das gehört? War was? War wohl nichts.

Je höher man steigt, desto stiller wird es in Herrliberg. Alles ist stattlich hier, gross und teuer und schön und exquisit. Die Häuser, die Hecken, die Trottoirs, die Boutiquen. Das ist die Goldküste, und sie schämt sich nicht dafür.

Inmitten dieser Pracht, hoch oben am Berg, mit einer fantastischen Aussicht auf den See und die Hügel dahinter, liegt einer der schönsten Fussballplätze der Schweiz. Home of FC Herrliberg, 714 Mitglieder, 33 Mannschaften, das «Eins» liegt in seiner Drittliga-Gruppe auf dem zweiten Platz. Dieses Jahr soll es mit dem Aufstieg endlich klappen.

Zu laut? Unter der Woche trainieren die Junioren auf dem Herrliberger Fussballplatz. Bild: Urs Jaudas

Der Fussballclub ist der grösste, der wichtigste Verein im Dorf. Sein Platz, anders als in anderen Gemeinden, ist nicht abgesperrt. In einem Dorf, das zwar viele Villen, aber keinen eigentlichen Kern hat, strömt alles zum Fussballplatz. Gebaut wurde der «Langacker» 1968, vor fast fünfzig Jahren. Der Hügel dahinter war noch weitgehend leer, die Gemeinde hatte noch ein anderes Gesicht, einen anderen Charakter als heute.

«Dieser Platz ist das Herz des Dorfes»

Jetzt, an einem kalten Abend im November, liegt der Platz verlassen da. Das Training der Jüngsten beginnt in einer halben Stunde, das Flutlicht brennt noch nicht. Ein einziger Mann steht auf dem Kunstrasen und blickt Richtung See. Er hat eine Mappe unter dem Arm, trägt eine funktionale Jacke mit dem Logo des Clubs und eine jener Gel-Frisuren, die den Fussballer schon von weitem verraten. «Dieser Platz ist das Herz des Dorfes», sagt er.

Benjamin Benz, Geschäftsführer des FC Herrliberg. Foto: Urs Jaudas

Benjamin Benz ist der Geschäftsführer des FC Herrliberg, zu 60 Prozent angestellt, ein Leben im und für den Verein. Er assistiert bei der ersten Mannschaft, trainiert Junioren. Verschickt Einzahlungsscheine, kümmert sich um die Schiedsrichter und Spielverschiebungen. Seine aktuellste Aufgabe passt nicht wirklich zu seinem Jobprofil: Er organisiert einen Protestmarsch. «Es geht um die Zukunft unseres Vereins. Um die Zukunft von allen Vereinen der Schweiz.»

Wie laut darf das Leben sein?

Benjamin Benz und sein FC Herrliberg stehen inmitten eines Rechtsstreits, der das Potenzial hat, den Hobbysport im ganzen Land zu verändern. Verhandelt wird eine zentrale Frage unserer modernen Gesellschaft: Wie viel Lärm ertragen wir? Wie laut darf das Leben sein?

Der Fussballplatz liegt heute mitten in einem Wohngebiet, es wurde viel gebaut in den vergangenen fünfzig Jahren. Es gibt Balkone, von denen man einen Blick aufs Spiel erhält, für den man in einem Stadion teuer bezahlen müsste. Die Villa von Christoph Blocher, dem berühmtesten Einwohner von Herrliberg, befindet sich in Rufweite, es brennt noch Licht. «Mit ihm hatten wir nie ein Problem, er grüsst immer sehr freundlich», sagt Benjamin Benz. Eigentlich hat man mit kaum jemandem der 5800 Einwohner in Herrliberg ein Problem. Ausser mit zweien. Und das genügt.

Benz wendet sich vom Platz ab, grüsst einen Juniorentrainer und zeigt um die nächste Ecke. Da entlang. Zehn Minuten marschiert er voran, immer höher den Berg hinauf. Am höchsten Punkt, in der letzten Kurve, steht ein riesiges Haus, eine ehemalige Beiz, zur Villa ausgebaut. Der Platz liegt weit unterhalb, das Flutlicht brennt jetzt. «Wenn ihn das Licht stören würde, könnte ich das noch verstehen», sagt Benz. «Aber der Lärm? Wirklich?»

Bauunternehmer, 10 bis 15 Millionen Vermögen

Ihn. Den einen Anwohner, mit dem der Fussballclub seit Jahren hauptsächlich im Streit liegt. Er ist ein erfolgreicher Bauunternehmer, 10 bis 15 Millionen Vermögen, nachzulesen im «Goldküsten-Report» der ­«Bilanz» aus dem Jahr 2011.

Woran sich der Streit damals, vor Jahren schon, genau entzündet hat, lässt sich nicht mehr genau eruieren. 2007 wollte der Bauunternehmer die Scheune vis-à-vis seiner Villa zu einer Garage umbauen. Doch die Gemeinde stellte sich quer. Sie wollte lieber ein neues Trottoir. Und dagegen wehrte sich der Bauunternehmer.

Ein schwieriges Verhältnis

Das Trottoir gibt es bis heute nicht. Die Baubewilligung erhielt der Unternehmer später dann doch. Aber das Verhältnis zwischen ihm und der Gemeinde ist seither schwierig.

Es wurde nicht besser mit dem Kunstrasen. 2007 wurde der neue Platz eröffnet und machte aus dem Fussballclub einen Ganzjahresbetrieb. Mehr Trainings, mehr Spiele, bei Regen oder Schnee. «Unser Verein wächst stetig. Wir brauchten den Platz darum dringend», sagt Benz. Der FC Herrliberg hätte eigentlich gerne noch einen zweiten Kunstrasen. Das Projekt musste wegen des laufenden Prozesses gestoppt werden.

2012 reichte der Bauunternehmer gemeinsam mit einem Zweitwohnungsbesitzer, der um den Wert seiner Liegenschaft in Herrliberg fürchtete, eine Klage ein. Eine «Immissionsklage», um genau zu sein. Ein «Saumeis» käme von der Anlage, sagt eine der wenigen Anwohnerinnen, die die Klage unterstützt, aber anonym bleiben möchte. «Jeder hier kennt ja einen im Verein», sagt sie und meint es entschuldigend. Viele würden sich insgeheim am Lärm stören. Fussball verursache Lärm wie kein anderer Sport; Kinder, die bei offenem Fenster lernen oder schlafen wollten, hätten keine Chance.

Keine Pfiffe mehr

Für die – je nach Perspektive vielen oder eher wenigen – lärmgeplagten Anwohner reichten der Bauunternehmer und der Zweitwohnungsbesitzer die Klage ein. Für einen Rekurs gegen den Kunstrasen hatten sie die Frist verpasst. Das Verfahren nahm seinen Gang. Schritt eins: Die Baukommission von Herrliberg beauftragte eine externe Firma für ein Lärmgutachten. Die Gutachter kamen zum (etwas komplizierten) Schluss: «Die Richtwerte gemäss Vollzugshilfe für die Beurteilung der Lärmbe­lastung von Sportanlagen vom Bundesamt für Umwelt werden grösstenteils eingehalten oder nur innerhalb der Anlage überschritten.» Trotzdem empfahlen die Gutachter dem Club einige Vorsorgemassnahmen.

2015 wurden die Empfehlungen vom Verein umgesetzt. Keine Meisterschaftsspiele der Herren unter der Woche ab 20 Uhr, überhaupt gar keine Schiedsrichterpfiffe mehr nach 20 Uhr, eine sonntägliche Mittags- und Spielpause von 12.15 bis 13.45 Uhr. Nur das Grümpelturnier mit anschliessender Disco, an dem sich seit 1977 Alteingesessene, Neuzuzüger und Expats zum gemeinsamen Trinken und Tanzen treffen, blieb unangetastet.

«Reine Kosmetik» seien diese Einschränkungen, empörten sich die Beschwerdeführer, selbst für ein Grümpelturnier bestehe nach Mitternacht «kein nachvollziehbares Interesse mehr auf Lärmverursachung». Sie wandten sich ans Baurekurs­gericht. Im Juni 2016 wies das Gericht den Rekurs vollumfänglich ab. «Es gibt keinen absoluten Anspruch auf Ruhe», begründete es den Entscheid, «geringfügige Störungen» seien hinzunehmen, die von der Baukommission verfügten Massnahmen ausreichend. Nächste Station: Verwaltungsgericht. Das Ergebnis dasselbe. Im März dieses Jahres blitzten die Kläger ab.

Der FC Herrliberg kämpft gegen einen unsichtbaren Gegner.

Es folgt die letzte Eskalationsstufe. Das Bundesgericht. Seit dem Bau des Kunstrasens sei der Platz eine neue Anlage – und darum würden strengere Lärmgrenzen gelten, lautet die Argumentation der Anwohner. Sollte das Bundesgericht die Klage gutheissen, müsste der Club den Trainingsbetrieb stark einschränken. Das reicht dann nicht mehr für 33 Mannschaften. «Ein Drittel unserer 600 Juniorinnen und Junioren müsste sich einen anderen Club suchen», sagt Benjamin Benz.

Gerne hätte der Geschäftsführer des FC Herrliberg einmal mit dem Bauunternehmer geredet, der treibenden Kraft hinter der Klage. Doch Benjamin Benz kämpft gegen einen unsichtbaren Gegner. Zu den Lärmverhandlungen mit der Gemeinde erscheint seit längerem nur noch der Anwalt. Der Zweitwohnungsbesitzer lebt im Tessin. Der Bauunternehmer ist ein Phantom. Aus der lokalen SVP sei er mit der Begründung ausgetreten, dass er zu wenig Zeit in Herrliberg verbringe, erzählt man sich im Dorf.

Beim Besuch des 1434-Quadratmeter-Anwesens brennt in fast allen Fenstern des Haupthauses Licht. «Einbruch zwecklos» warnt ein Kleber am Eisentor, dahinter parkiert ein Range Rover. Es ist Trainingszeit unten auf dem Platz. Die Kirchen­glocken übertönen die leisen Rufe, die vom Fussballplatz heraufwehen. Beim Klingeln leuchtet einem die Türsprechanlage ins Gesicht, darunter schaut man in eine Kameralinse. Niemand reagiert. Auch auf Anrufe nicht. Die Mitglieder des Vereins, die Eltern der Junioren – niemand hat bisher mit dem Unternehmer reden können.

«Haben Sie meine goldigen Kuhfladen schon gesehen?»

Wer den Bewohner kennen lernen will, der muss zu einer Ausgabe einer grossen Schweizer Zeitung aus dem Jahr 2003 greifen. Es ging in der Geschichte um jene, die es in Herrliberg geschafft haben. Von altem und von neuem Geld. Von Christoph Blocher (altes Geld) und dem Bauunternehmer (neues Geld). «Haben Sie meine goldigen Kuhfladen schon gesehen? Sind die nicht schön?», fragt der Unternehmer auf seiner Terrasse, die so grosszügig ausgelegt ist wie ein Helikopterlandeplatz.

Ausgiebig zeigt der Unternehmer all seine schönen Dinge, ausgiebig beschreibt der Journalist sie. Die goldenen Kunst-Kuhfladen, das himmelblaue Corvette-Cabrio, die riesigen Fernseher, den Pool aus schwarzem Marmor mit der geschwungenen Brücke. «Ich habe die Badewanne mit der besten Aussicht von Herrliberg, ehrlich», sagt der Bauunternehmer. Er sieht den See, die Hügel. Und den Fussballplatz.

Der Platz gehört der Gemeinde, und er ist ihr wichtig. «Der Verein ist als einer der grössten seit Jahren im Dorf und wichtig für unsere Jugendlichen», sagt Gaudenz Schwitter, Gemeinderat für die FDP und Bauvorstand. Die Gemeinde und ihre Behörden stellen sich hinter den Club, schon immer während dieses Streits. Der Lärm, so hört man es im Dorf, sei wirklich kein grosses Problem, der Fussballclub viel zu wichtig, man solle doch nicht so tun.

Die Unterstützung der Gemeinde in Herrliberg ist nicht selbstverständlich. Es gibt mehr als einen Club in der Schweiz, der sich mit Lärmklagen von Anwohnern befassen muss – oft mit dem besseren Ende für die Kläger. Erst diese Woche hat Claudio A. Engeloch, Präsident des Berner Quartierclubs FC Breitenrain, wieder eine Klage auf den Tisch bekommen. Acht Fans des FC Yverdon sind schuld. Sie wollten, auch nach der freundlichen Aufforderung eines Verantwortlichen des FC Breitenrain (in seinem besten Französisch), während des Auswärtsspiels des Clubs nicht auf ihre Trommeln verzichten. Doch Trommeln sind auf dem Platz des FC Breitenrain nicht erlaubt. Eigentlich ist gar nichts mehr erlaubt. «Es dürfen keine geräuschintensiven Instrumente wie Signalhörner, Trommeln, Rasseln, Pfeifen, Megafone usw. verwendet werden», heisst es in der Verfügung der Berner Orts- und Gewerbepolizei.

Ein Frust

Findet am Abend ein Spiel statt, dürfen sich nicht mehr als zehn Fans auf dem «Spitz», dem Platz des FC Breitenrain, befinden. Die Lautsprecher-Durchsagen sind «auf notwendige Durchsagen» zu begrenzen, die Ruhezeiten strikt einzuhalten. «Mit solch lebensfremden Verfügungen wird der gesamte Breitensport gefährdet», sagt der Präsident des Berner Stadtclubs. Vor hundert Jahren seien die Young Boys auf diesem Platz Meister geworden, und heute würden einige Anwohner reichen, um den ganzen Spielbetrieb infrage zu stellen. «Es ist ein Frust.»

Es ist ein Frust in Herrliberg, in Bern und an vielen anderen Orten. Auch im Aargau gab es vor ein paar Jahren einen ähnlichen Rechtsfall rund um ein geplantes Sportcenter. Es ging um Lärm, den Anwohner befürchteten, das Bundesgericht wurde eingeschaltet, und am Schluss durfte die Gemeinde das Center trotzdem bauen. Eine Viertelmillion Franken kostete der Rechtsstreit das Dorf. Speziell an diesem letzten Fall ist der betreuende Anwalt: Es ist derselbe, der auch in Herrliberg die Interessen der Anwohner vertritt.

Der Anwalt hat früher das Baudepartement des Kantons Aargau in Rechtsfragen beraten und scheint eine Art Businessmodell mit seinen Lärmklagen gefunden zu haben. In Herrliberg ging das so: Per Massenschreiben an alle Anwohner sondierte er die Chancen auf einen möglichen Prozess und lud die Anwohner ein, der «Interessengemeinschaft Lärmreduktion Sportplatz Langacker» beizutreten. Es gehe ihm nicht darum, eine Diskussion für oder wider den Sport loszutreten, sagte er 2010 dieser Zeitung, sondern darum, den bestehenden Interessenkonflikt zu lösen.

Ein lukratives Geschäft

Das versucht er nun seit sieben Jahren, auf allen Stufen unseres Rechtssystems. Warum er das macht? Das hätte man gern im Gespräch erfahren. Doch der Anwalt (und seine Mandanten) reagierten weder auf Mails noch auf Telefonanrufe.

Die Lärmfachstellen verzeichnen Jahr für Jahr mehr Anfragen.

Es ist dem Anwalt nicht zu verdenken, dass er sein Geld mit Lärm verdient. Das Geschäft mit den Klagen ist lukrativ. Die kantonalen Lärmfachstellen verzeichnen Jahr für Jahr mehr Anfragen. Die Grenze des tolerierbaren Alltagslärms scheint parallel dazu immer weiter zu sinken. «Alle Studien zum Thema belegen das Gleiche», sagt Peter Angst, ­Leiter der Fachstelle für Lärmschutz im Kanton ­Zürich. «Die Lärmtoleranz im Alltag hat mit der grösseren Mobilität in den vergangenen zwanzig Jahren kontinuierlich abgenommen.» Viele wollen das nicht akzeptieren. Sie wollen ihre Ruhe. Und sind bereit, viel Geld dafür auszugeben.

In Herrliberg ist es jetzt wieder still, das Training ist vorbei, die Flutlichtanlage ausgeschaltet. Benjamin Benz packt seine Mappe. Mit 300 Kindern rechnet der Geschäftsführer des Clubs an seinem Protestmarsch. Er will den Tross einmal um den Sportplatz paradieren lassen. Friedlich und möglichst still, ohne Kontakt mit den Klägern. «Ich will uns nicht mehr Probleme machen. Die Veranstaltung soll eine Sympathieaktion für den FC Herrliberg werden.»

Gaudenz Schwitter, der Bauvorstand der Gemeinde, hat auch einen Termin. Er muss bis in einer Woche dem Bundesgericht die Stellungnahme der Gemeinde zum Fall Langacker einreichen. Wann der Fall verhandelt wird, ist noch offen. Schwitter ist optimistisch, aber nur verhalten. «Ein Restrisiko bleibt», sagt er. «Das ist in jedem Verfahren so. Das Bundesgericht kann vorinstanzliche Entscheide kippen.»

Nur für die Reichen

Wenn es das tut, wird der Anwalt des Unternehmers aus der Arbeit nicht mehr herauskommen. «Das wäre wohl ein Präzedenzfall für den Kanton Zürich, der Strahlkraft für die ganze Schweiz haben könnte», sagt Rechtsanwalt Thomas Wipf, der die Gemeinde Herrliberg in der Sache vertritt. Viele historisch gewachsene Clubs hätten in den vergangenen Jahrzehnten einen Mitgliederzuwachs erlebt und gleichzeitig ihre Infrastruktur modernisiert. Und weil die Clubs ihre Plätze oft mitten in um sie gewachsene Wohnquartiere ­haben, weil die Städte und Gemeinden immer dichter werden, gibt das Probleme. Nicht nur beim Sport. Die Leute seien beim Alltagslärm generell heikler geworden, sagt Wipf.

Die Leute wollen absolute Ruhe. Und dazu brauchen sie nur das nötige Kleingeld und etwas ­Ausdauer.

Das weiss auch der Herrliberger Bauunternehmer. 2008 beschwerte er sich in dieser Zeitung über die vielen Einsprachen von Privaten gegen Bauprojekte an der Goldküste. Und er wusste auch, wer daran schuld ist. «Wäre hier nicht so viel Geld vorhanden, würde nicht so oft Einsprache eingereicht», sagte er damals. Einkommensschwächere Personen würden es sich zweimal über­legen, ob sie über die Gemeindeebene hinaus bei der Baurekurskommission Einspruch einlegen wollen oder nicht. Einen richtigen Krach muss man sich eben leisten können.

(Tages-Anzeiger)

Erstellt: 24.11.2017, 18:38 Uhr

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In Zahlen

714
Mitglieder hat der FC Herrliberg. Sollte die Lärmklage am Bundesgericht durchkommen, muss der Club seine Trainingszeiten einschränken. Ein Drittel aller Junioren müssten sich laut Geschäftsführer Benjamin Benz einen neuen Club suchen.

20 Uhr
Unter der Woche finden auf dem Sportplatz in Herrliberg ab acht keine Spiele der Herren mehr statt. Auf
Schiedsrichterpfiffe wird abends vollends verzichtet.

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