Kreuzgegner-Familie verlässt die Schweiz nach Morddrohungen

Die Familie, die sich in Triengen gegen Kruzifixe im Schulzimmer einsetzte, hat nach eigenen Angaben gestern eine Morddrohung erhalten.

Verstösst nach Auffassung der Freidenker gegen die Trennung von Religion und Staat: Kruzifix in einem Schulzimmer im Kanton St. Gallen (Archivbild).

Verstösst nach Auffassung der Freidenker gegen die Trennung von Religion und Staat: Kruzifix in einem Schulzimmer im Kanton St. Gallen (Archivbild).

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Die Freidenker-Vereinigung der Schweiz schrieb am Freitag auf ihrer Homepage, gegen die Familie seien am Donnerstagabend «anonyme Morddrohungen» eingegangen.

Die aus Deutschland stammende Familie wird demnach das Land «umgehend» verlassen. Die Freidenker sprechen von einer «Hexenjagd». Es sei erschreckend, dass säkulare Menschen ihre Rechte nicht wahrnehmen könnten, ohne von Behörden und «katholischen Fanatikern» beschimpft und bedroht zu werden. «Menschen, die sich als Patrioten und Christen bezeichnen, haben gezeigt, wohin ihre Überzeugung führt: zur Vernichtung im Namen des Kreuzes», schreibt der Verein auf seiner Webseite.

Der Vater zweier Kinder hatte sich daran gestört, dass in den Schulzimmern Kruzifixe hängen, und verlangte deren Entfernung. Die Behörden von Triengen ersetzten aber nur die Kruzifixe durch schlichte Kreuze. Das kantonale Bildungsdepartement empfiehlt den Schulen, Kreuze abzuhängen, wenn sich jemand daran stört. (oku/sda)

Erstellt: 22.10.2010, 10:48 Uhr

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