JSVP-Chef Liebrand teilt zum Abschied aus

Der Noch-Präsident der Jungen SVP ist schwer enttäuscht von seiner Partei. Anian Liebrand fühlt sich «weggemobbt» und «ausgebootet».

Fühlt sich von seiner Partei gemobbt: Anian Liebrand, der abtretende Präsident der Jungen SVP. (Archivbild)

Fühlt sich von seiner Partei gemobbt: Anian Liebrand, der abtretende Präsident der Jungen SVP. (Archivbild) Bild: Handout/SVP Luzern/Martin Gretener/Keystone

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Der scheidende Präsident der Jungen SVP, Anian Liebrand, geht mit seiner Partei hart ins Gericht. «Was ich vor kurzem innerhalb meiner Partei erleben musste, hätte ich niemals für möglich gehalten, und es befremdet mich sehr», zitiert «Blick.ch» einen Facebook-Eintrag des 26-Jährigen, der mittlerweile aber nicht mehr online ist. Er wolle die Bevölkerung des Kantons Luzern und die Parteibasis darüber in Kenntnis setzen, dass «in unserer Partei Machenschaften Einzug halten, die so gar nicht SVP-like sind», hiess es weiter.

Grund für Liebrands Empörung war ein geplantes Interview mit ihm in der Parteizeitung über die kantonale Asyl-Initiative, welches dann doch nicht erschienen ist. Peter With, Präsident der Stadtluzerner SVP, habe angekündigt, bei Erscheinen des Interviews alle Ämter abzugeben, behauptete Liebrand und sprach von «Erpressungen» und «Drecksspielen».

Enttäuscht sei Liebrand vom Luzerner SVP-Chef und Nationalrat Franz Grüter, mit dem er zum Teil mehr Kontakt gehabt habe als mit seiner Freundin. Der Dank dafür sei, «dass man mich ausbootet». Da er bald kein politisches Amt mehr innehabe, «kann man mich ja guten Gewissens wegmobben», so der SVP-Politiker. Am Samstag tritt Liebrand an der Delegiertenversammlung der Jungen SVP von seinem Amt als Präsident zurück. Grüter selbst sprach gegenüber «Blick.ch» von einer «Überinterpretation» vonseiten Liebrands und zeigte sich von den Vorwürfen überrascht. (mlr)

Erstellt: 25.01.2016, 19:53 Uhr

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