Maurer glaubt an die «beste Armee der Welt»

Bundesrat Ueli Maurer verteidigte vor der Schweizerischen Offiziersgesellschaft das Milizsystem. Er lobt dessen Flexibilität und Kostenbilanz. Diskutiert wurden in Luzern aber auch die Kampfjets.

Die Armee fördere den inneren Zusammenhalt der Schweiz: Ueli Maurer während seiner Rede vor der Offiziersgesellschaft.

Die Armee fördere den inneren Zusammenhalt der Schweiz: Ueli Maurer während seiner Rede vor der Offiziersgesellschaft. Bild: Keystone

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Für Bundesrat Ueli Maurer ist das Milizsystem der Schweizer Armee Gründen der Kosten, der Kapazität und der Kompetenz nach wie vor das beste. Vor der Schweizerischen Offiziersgesellschaft (SOG) hielt er in Luzern ein Plädoyer für Wehrpflicht und Miliz. Maurer bekräftigte vor den Offizieren erneut seine Überzeugung von der «besten Armee der Welt». Es gehe dabei nicht nur um das Militär, sondern um ein Gesellschaftsmodell und den inneren Zusammenhalt der Schweiz. Die Armee sei identitätsstiftend.

Das Milizsystem, so Maurer, sei die billigste Lösung, es sei flexibel und es rekrutiere seine Leute aus «der erfolgreichsten Volkswirtschaft der Welt»; die USA dagegen müssten Leute in Strafanstalten holen. Indem die Soldaten gleichzeitig Bürger seien, funktioniere auch die demokratische Kontrolle der Streitkräfte.

Thema Kampfflugzeug

Maurer sprach auch über die Finanzierung der neuen Kampfflugzeuge. Es gehe um drei Milliarden Franken innerhalb von 30 Jahren, 0,2 Promille des jährlichen Bundesbudgets. «Darf man deswegen die Sicherheit aufs Spiel setzen», fragte Maurer und meinte, wer nicht in die Sicherheit investiere, gefährde den Wohlstand.

Dass derzeit über die Sicherheit diskutiert wird, wertet Maurer als positiv. Das bedeute, dass die Armee am Ball sei, denn nur wer am Ball sei, werde angegriffen. Die Offiziere forderte er auf, die Politik des Bundesrates genau zu verfolgen und wenn nötig auch zu kritisieren. Es gelte unterschiedliche Funktionen wahrzunehmen.

Denis Froidevaux zum neuen Präsidenten gewählt

Die SOG-Delegierten wählten in Luzern den 52-jährigen Denis Froidevaux zum neuen Präsidenten. Er ist als Brigadier im Heeresstab verantwortlich für die Patrouille des Glaciers. Zudem ist er Chef des waadtländischen Amtes für zivile und militärische Sicherheit. Froidevaux löst Oberst Hans Schatzmann ab, der die SOG während vier Jahren führte.

Die SOG verabschiedete ferner eine Resolution an Bundesrat und Parlament. Darin fordert sie eine vollständige Umsetzung der Beschlüsse vom 29. September 2011 zur Weiterentwicklung der Armee, insbesondere einen jährlichen Ausgabenplafond von fünf Milliarden Franken ab 2014, einen Sollbestand von 100'000 Angehörigen sowie die Beschaffung neuer Kampfflugzeuge. (kpn/sda)

Erstellt: 17.03.2012, 21:56 Uhr

Artikel zum Thema

Das Parlament im Zeichen des Gripens

In einer von der CVP initiierten Debatte befasste sich der Nationalrat heute mit der Kampfjet-Debatte. Ueli Maurer musste einiges an Kritik einstecken. Mehr...

Kampfjets: Die Aussage hinter der Aussage

Hintergrund Firmen könnten keine Angebote mehr machen, sagt Bundesrätin Doris Leuthard. Staaten aber schon. Was sie damit gemeint hat und was Aussenpolitiker dazu sagen. Mehr...

Bundesrat hat genug von der Gripen-Diskussion

Nach dem Verteidigungsminister Ueli Maurer hat sich nun der gesamte Bundesrat schützend vor den Kampfjet Gripen gestellt. Die Regierung sieht keinen Grund, den Kaufentscheid weiter infrage zu stellen. Mehr...

Blog

Kommentare

Paid Post

Weg mit hartnäckigen Fettdepots und Cellulite!

Sie möchten abnehmen, ohne auf lästige Diäten zurückzugreifen und ohne Sport machen zu müssen? Slim&more zeigt Ihnen, wie Ihre Pfunde ganz ohne Pillen und Eingriffe purzeln.

Die Welt in Bildern

Duftendes Gut: In einer Räucherstäbchenfabrik in Tangerang, Indonesien, läuft die Produktion kurz vor dem chinesischen Neujahrsfest auf Hochtouren. (22. Januar 2020)
(Bild: Ajeng Dinar Ulfiana) Mehr...