Militärpiloten sollen für Kampfjets weibeln

Sollte es bei der Beschaffung neuer Kampfflugzeuge zu einer Abstimmung kommen, sollen sich die Profis für ein Ja an der Urne ins Zeug legen. Diese seien «enorm glaubwürdig», so der Armeechef.

« Ein Pilot jedoch spricht aus seinem Herzen»: Ein Flugschüler beim Training im Simulator des Pilatus PC-21 in der Pilotenschule der Schweizer Luftwaffe in Emmen. (Archivbild)

« Ein Pilot jedoch spricht aus seinem Herzen»: Ein Flugschüler beim Training im Simulator des Pilatus PC-21 in der Pilotenschule der Schweizer Luftwaffe in Emmen. (Archivbild) Bild: Christian Beutler/Keystone

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Die Schweizer Militärpiloten sollen bei einer allfälligen Referendumsabstimmung für den Kauf neuer Kampfjets weibeln. Das sagte Armeechef Philippe Rebord in einem Interview mit der «Südostschweiz am Wochenende» und «Schweiz am Wochenende». Ein Nein an der Urne wäre laut Rebord die «Stunde null für die Armee».

Die Militärpiloten hätten einen grossen Vorteil: Sie seien enorm glaubwürdig, sagte Philippe Rebord im Interview. «Ich selber kann die Beschaffung zwar rein intellektuell erklären. Ein Pilot jedoch spricht aus seinem Herzen», so der Armeechef.

Bei einem Nein «keine Luftverteidigung mehr»

Dass das Stimmvolk bei der Beschaffung neuer Kampfflugzeuge für acht Milliarden Franken mitsprechen kann, findet Rebord legitim. Bei einem Nein hätte die Armee aber keine Luftverteidigung mehr.

«Wir müssten das ganze Sicherheits- und Verteidigungskonzept neu denken», sagte Rebord weiter. Er sei aber überzeugt, dass das Volk nicht auf seine Luftwaffe verzichten wolle.

Verschärfte Kontrolle vor dem Einrücken

Auch das Image der Schweizer Armee wird im Interview thematisiert. Angesprochen auf die Beobachtung, dass viele Rekruten in den Bahnhöfen öffentlich Alkohol trinken, sagte Rebord: «Das ist in der Tat teilweise ein Problem.» Wer in Uniform auftrete, sei Botschafter der Armee. 2018 werde man ein Schwergewicht auf Kontrollen der Militärpolizei an Bahnhöfen legen.

Ein Soldat habe das Recht, im Ausgang bei einem Nachtessen Wein oder Bier zu trinken. Alkohol in der Öffentlichkeit – im Zug, auf den Strassen – zu trinken, sei nicht erwünscht. Das vermittle kein gutes Image. Künftig werde am Sonntagabend auch stärker kontrolliert, ob die Disziplin stimme und die Tenues in Ordnung seien, sagte Rebord. (bee/sda)

Erstellt: 10.03.2018, 12:34 Uhr

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