Mit Helikoptern gegen Kriminaltouristen

Das Grenzwachtkorps wendet seit neuestem eine Sprungfahndung an: Einsatzkräfte orten Schlepper und Schmuggler aus der Luft und springen aus Helikoptern. Auf diese Weise wurden 2013 bereits 500 Banden gefasst.

Neue Taktik im Kampf gegen die Grenzkriminalität: Ein Grenzwächter steht mit einem Drogenspürhund in Thayngen zum Einsatz bereit. (Archivbild)

Neue Taktik im Kampf gegen die Grenzkriminalität: Ein Grenzwächter steht mit einem Drogenspürhund in Thayngen zum Einsatz bereit. (Archivbild) Bild: Keystone

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Im Kampf gegen Schlepper, Schmuggler und Kriminaltouristen wendet das Grenzwachtkorps (GWK) eine neue Taktik an. «Helikopter kommen nicht mehr nur für die Überwachung eines Gebiets zum Einsatz, sondern auch, um unsere Kräfte für Kontrollen im Gelände abzusetzen», sagt GWK-Chef Jürg Noth der «NZZ am Sonntag».

Bei einem Einsatz mit dieser sogenannten Sprungfahndung sind zwei Helikopter in der Luft: Der eine sucht mit Infrarot den Boden ab. Entdeckt die Besatzung ein verdächtiges Fahrzeug oder verdächtige Personen, setzt der zweite Helikopter sechs bis zehn Grenzwächter ab.

«So können wir schnell und für die verdächtigen Personen überraschend intervenieren», sagt Noth, «das bringt uns taktische Vorteile.» Der GWK-Chef spricht von anhaltend hoher Grenzkriminalität. So wurden bis Mitte Jahr bereits 500 Banden dingfest gemacht, im Jahr 2012 waren es insgesamt 600. Eine deutliche Zunahme verzeichnet das GWK bei den Festnahmen von polizeilich gesuchten Personen und bei der Sicherstellung von zur Fahndung ausgeschriebenen Fahrzeugen.

(rbi)

Erstellt: 18.08.2013, 14:15 Uhr

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