Mörgeli engagiert Anwalt Landmann

Christoph Mörgeli bereitet sich auf eine intensive Auseinandersetzung mit der Uni Zürich und den Medien vor. Unterstützen soll ihn Valentin Landmann.

Kennt alle Tricks und Kniffe der Medienarbeit und Krisenkommunikation: Valentin Landmann (r.) arbeitet für Christoph Mörgeli.

Kennt alle Tricks und Kniffe der Medienarbeit und Krisenkommunikation: Valentin Landmann (r.) arbeitet für Christoph Mörgeli. Bild: Keystone

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SVP-Nationalrat Christoph Mörgeli hat den vormaligen Milieuanwalt Valentin Landmann für die juristische Unterstützung engagiert, wie Landmann auf Anfrage des TA bestätigt. «Für eine allfällige arbeitsrechtliche Auseinandersetzung mit der Universität Zürich wird Herr Mörgeli einen Spezialisten beiziehen, ich unterstütze ihn in allen anderen Belangen», sagt Valentin Landmann.

Mörgeli reiht sich ein in eine lange Reihe von Klienten, die mit dem Milieu keine Berührungspunkte haben, deren zu erwartende rechtliche Auseinandersetzungen jedoch ein Höchstmass an medialem Druck mit sich bringen. Landmanns Engagement dürfte sich deshalb für Mörgeli vor allem in einer Entlastung in der Medienarbeit und in einer für ihn positiveren Medienberichterstattung auszahlen. Denn Landmann ist nicht mehr der Milieuanwalt, als der er sich vornehmlich als Anwalt des Hells-Angels-Motorradclubs einen Namen erarbeitet hatte.

Er kennt alle Tricks und Kniffe

Nebst dem Mammutfall der Hells Angels vor dem Bundesstrafgericht in Bellinzona, das sein Urteil heute spricht, vertritt Landmann aktuell mit dem Thurgauer SVP-Kantonsrat und Anwalt Hermann Lei eine Schlüsselfigur in der Affäre um den zurückgetretenen Nationalbankpräsidenten Philipp Hildebrand. Jüngst berichtete die Zeitung «Sonntag», dass auch der St. Galler Privatbankier Konrad Hummler auf seine Dienste setze. Landmann vertrat einen der Täter im Raub in der Fraumünsterpost. Landmann begleitete den juristischen Kampf der Whistleblowerinnen des Zürcher Sozialamtes im sogenannten BMW-Fall. Auch im Skandal um das Altersheim Entlisberg, als Pflegerinnen Heimbewohner verhöhnten und filmten, vertrat Landmann eine der Täterinnen.

Aus all diesen grossen und medial viel beachteten Prozessen kennt Landmann alle Tricks und Kniffe der Medienarbeit und Krisenkommunikation. Und er kennt aus dieser Tätigkeit auch sehr viele Journalisten persönlich, mit denen er für gewöhnlich per Du ist.

In seinem ersten Auftritt als Mörgelis Kommunikationsberater im «Talk Täglich» auf TeleZüri bescheinigte Landmann den anwesenden Journalisten von TA und «Sonntag» einwandfreie Arbeit und lenkte den Fokus auf die Universität. «Es geht nicht, dass ein Mitarbeiter die Resultate einer Leistungsbeurteilung aus den Medien entnehmen muss», sagt Landmann. Und falls es die Entscheidungsträger im Gremium gewesen seien, die dem «Sonntag» die fristlose Entlassung Mörgelis noch diese Woche bestätigt hätten, dann sei dies «der klassische Fall von Mobbing». Und der stünde einer Institution wie der Universität Zürich «ganz schlecht an».

Erstellt: 18.09.2012, 06:34 Uhr

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