Natalie Rickli tritt politisch kürzer

Mehrere Monate war es aufgrund eines Burn-out still um Natalie Rickli. Nun meldet sich die Zürcher SVP-Nationalrätin öffentlich zurück. Mit einem Rücktritt.

Gibt das Vizepräsidium der SVP-Fraktion ab: Natalie Rickli.

Gibt das Vizepräsidium der SVP-Fraktion ab: Natalie Rickli. Bild: Keystone

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Die Zürcher SVP-Nationalrätin Natalie Rickli kehrt nach einem Burn-out in die Politik zurück. Sie tritt jedoch als Vizepräsidentin der Bundeshausfraktion zurück und will künftig weniger an politischen Veranstaltungen auftreten.

Dieser Entscheid sei ihr nicht leichtgefallen, sagte Rickli im Interview mit dem «SonntagsBlick». Sie habe alles immer gerne gemacht. «Aber wenn ich nichts ändern würde, hätte ich ja nichts gelernt.» In der Vergangenheit habe sie selten Nein gesagt, «war immer zur Stelle».

Burn-out kam schleichend

Die heute 36-jährige SVP-Nationalrätin hatte im September 2012 bekannt gemacht, dass sie an einem Burn-out leide und ihr der Arzt eine Auszeit verordnet habe. Zunächst ging sie davon aus, bereits Ende November für die Wintersession wieder auf das Politparkett zurückzukehren, teilte dann aber mit, sie fühle sich noch nicht genügend erholt.

Das Burn-out sei schleichend gekommen, erklärte Rickli im Interview weiter. «Ich wollte es lange nicht wahrhaben.» Chronische Schlaflosigkeit und Nackenschmerzen hätten zu Erschöpfung, Konzentrationsproblemen und Niedergeschlagenheit geführt: «Das Gefühl, die Kontrolle über mich selbst zu verlieren.»

Nicht mehr ständig online

Um nicht wieder krank zu werden, müsse sie nun für einen besseren Ausgleich sorgen, mehr Sport treiben und «einmal einen Abend Zeit nur für mich nehmen». Auch sei es für sie bisher selbstverständlich gewesen, ständig online zu sein. «Aber ich weiss jetzt, dass es ungesund ist.»

Wer kritisiere, dass die Jungen süchtig nach den neuen Kommunikationsmitteln seien, mache es sich zu einfach. «Das Internet ist in der politischen Kommunikation nicht mehr wegzudenken», sagte Rickli, die vor ihrer Auszeit intensiv über Facebook und Twitter kommunizierte. Die Zukunft liege für sie in der Internetnutzung «mit Mass». (wid/sda)

Erstellt: 03.02.2013, 09:49 Uhr

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