Nie wieder mehr Strom verbrauchen als 2011

Politiker aller Parteien wollen mit der Stromeffizienz-Initiative den Verbrauch auf dem Niveau des Vorjahres stabilisieren. Lebensstil und Komfort der Bevölkerung würden nicht beeinflusst, so die Initianten.

58,6 Milliarden Kilowattstunden sind genug: Blick ins Innere eines Strommastes in Dübendorf. (10. Mai 2012)

58,6 Milliarden Kilowattstunden sind genug: Blick ins Innere eines Strommastes in Dübendorf. (10. Mai 2012) Bild: Keystone

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Rund 58,6 Milliarden Kilowattstunden Strom sind 2011 in der Schweiz verbraucht worden. Mehr sollen es nicht mehr werden: Die heute lancierte Stromeffizienz-Initiative hat zum Ziel, den Stromverbrauch auf dem Niveau von 2011 zu stabilisieren.

Das Volksbegehren ist breit abgestützt. Alle grossen Parteien sind im Initiativkomitee vertreten. Neben Bundesparlamentariern von SVP, SP, CVP, FDP, Grünen, Grünliberalen, BDP und EVP unterstützen der Wirtschaftsdachverband Swisscleantech, die Stiftung für Konsumentenschutz, Greenpeace, Unternehmer, Wissenschaftler, Energie- und Umweltorganisationen das Volksbegehren.

23 Prozent mehr Stromverbrauch bis 2035

Präsident ist der Zürcher FDP-Nationalrat Ruedi Noser. «Effiziente Stromnutzung bietet eine Fülle an Sparmöglichkeiten, die weder unseren Lebensstil noch unseren Komfort negativ beeinflussen. Es wäre unsinnig, dieses Potenzial nicht zu nutzen», lässt sich der Unternehmer in den Medienunterlagen zitieren.

Gemäss den Initianten kann allein mit Stromeffizienz-Massnahmen die Energie von mehreren Atomkraftwerken eingespart werden. Grundlage dieser Rechnung sind die Prognosen des Bundesamts für Energie, das bis 2035 einen 23 Prozent höheren Stromverbrauch voraussagt. Das wäre ein zusätzlicher Verbrauch von über 13 Milliarden Kilowattstunden.

Die Initiative ist heute im Bundesblatt publiziert worden. Eingereicht werden soll sie bereits im Frühling 2013. Gemäss den Initianten hat das breit abgestützte Volksbegehren nicht zuletzt zum Ziel, Bundesrat und Parlament bei der Revision des Energiegesetzes auf Kurs zu halten. (rbi/sda)

Erstellt: 28.08.2012, 11:19 Uhr

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