Noch nicht alle Tessiner haben es geschnallt

Neun von zehn Schweizer schnallen sich beim Autofahren an. Allerdings nehmen es die Frauen damit genauer als die Männer – und die Deutschschweizer tun es zuverlässiger als die Tessiner.

Frauen aus der Deutschschweiz sind am gewissenhaftesten: Gurtentragquoten der Autolenker nach Sprachregion und Geschlecht in Prozent, 2012.

Frauen aus der Deutschschweiz sind am gewissenhaftesten: Gurtentragquoten der Autolenker nach Sprachregion und Geschlecht in Prozent, 2012. Bild: eratungsstelle für Unfallverhütung (bfu)

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Frauen tragen im Auto häufiger den Gurt als Männer, am Steuer und auch wenn sie mitfahren. Das hat eine Erhebung der Beratungsstelle für Unfallverhütung ergeben. 96 Prozent der Lenkerinnen schnallen sich an, während dies nur 89 Prozent der Lenker tun.

Auch auf dem Beifahrersitz tragen 96 Prozent der Frauen, aber nur 84 Prozent der Männer den Gurt, wie die Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) heute Dienstag schrieb. Hinten im Auto nehmen es alle weniger genau mit der seit 1994 geltenden Gurtentragpflicht: 77 Prozent aller Passagiere schnallen sich auf dem Rücksitz an.

30 Tote weniger mit Gurten

Insgesamt ist die Gurten-Tragquote landesweit gestiegen: 2011 benutzten 92 Prozent der Lenkerinnen und Lenker den Gurt (2010: 89 Prozent). Auf dem Beifahrersitz schnallten sich 92 (88) Prozent an. Die Erhebung zeigt, dass sich die Lateinischsprachigen weniger an die Gurtentragpflicht halten.

Die tiefsten Tragquoten ermittelte die bfu im Tessin. Dort trugen 81 Prozent aller Lenkerinnen und Lenker und 78 Prozent der Beifahrer den Gurt. In der Westschweiz waren 86 Prozent der Lenker und 87 Prozent der Beifahrer angeschnallt.

Die höchsten Quoten stellte die bfu in der Deutschschweiz fest: Dort waren 93 Prozent der Lenker und 93 Prozent der Beifahrer angegurtet.

Der Sicherheitsgurt gehört laut bfu zu den wichtigsten Sicherheitsvorrichtungen im Auto: Würden sich alle konsequent anschnallen, würden jährlich 30 Menschen weniger bei Verkehrsunfällen getötet, und es gäbe 60 Schwerverletzte weniger. (fko/sda)

Erstellt: 10.07.2012, 12:41 Uhr

Kann Leben retten: Eine Frau beim Anschnallen im Auto. (Bild: AFP )

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