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«Ohne ausländische Mitarbeiter wäre es schwierig»

Erleichtert die Personenfreizügigkeit die Erdbeerernte? Tagesanzeiger.ch/Newsnet sprach im Thurgau mit einem Produzenten und einem polnischen Erdbeerpflücker.

Mit Kontingenten nicht einverstanden: Der Thurgauer Beerenproduzent Philipp Engel über die Personenfreizügigkeit. (Video: Jan Derrer)

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Auf dem Thurgauer Erdbeerfeld von Philipp Engel wird zurzeit ab sechs Uhr früh hart gearbeitet. Denn es ist Haupterntezeit. Seine neun polnischen Mitarbeiter pflücken pro Tag über eine Tonne Erdbeeren. Philipp Engel ist Produzent und Präsident der Vereinigung thurgauischer Beerenpflanzer (VTB).

Im Videointerview spricht er über die Vorteile der Personenfreizügigkeit für seinen Betrieb. Und er sagt, warum er mit einer allfälligen Kontingentierung nicht einverstanden wäre. Zu Wort kommt auch der Pole Adam Miara. Er erzählt im Video, warum er in der Schweiz arbeitet.

Eine Win-win-Situation

Gemäss Beerenanbaufachmann Peter Konrad vom Berufs- und Bildungszentrum Arenenberg arbeiten im Thurgau um die 500 Personen für die Erdbeerernte. Davon seien über 60 Prozent Ausländer. «Es gibt jedoch immer noch Leute aus dem Dorf, zum Beispiel Hausfrauen oder Bekannte aus dem Turnverein, die bei der Erdbeerernte anpacken.»

Die Personenfreizügigkeit einzuschränken, ist für Konrad keine Option: «Sie zu unterbinden, wäre schade. Beim jetzigen System hält sich für die Landwirte der administrative Aufwand in Grenzen. Zudem ist es sehr flexibel. Es gibt viele langjährige Mitarbeiter zum Beispiel aus Polen, die immer wieder kommen. Das sind gute Seilschaften. Es ist eine Win-win-Situation für beide Seiten.»

Erstellt: 26.05.2011, 14:02 Uhr

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