Planung für Expo2027 kostet 9,5 Millionen Franken

St. Gallen, Thurgau und Appenzell Ausserrhoden werden in Kürze ihren Parlamenten die Kreditvorlagen für die nächste Landesausstellung vorlegen. Sie betonen, die Fehler der Expo.02 verhindern zu wollen.

2018 wollen die beteiligten Kantone ihre Bewerbung beim Bund einreichen: Blick vom Säntis Richtung Bodensee.

2018 wollen die beteiligten Kantone ihre Bewerbung beim Bund einreichen: Blick vom Säntis Richtung Bodensee. Bild: Keystone

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Die Planung einer Expo2027 zwischen Bodensee, Rhein und Säntis wird konkret: Bis 2018 wollen die Kantone St. Gallen, Thurgau und Appenzell Ausserrhoden dem Bund ihre Bewerbung einreichen. Für die Vorbereitungen wird mit Kosten von 9,5 Millionen Franken gerechnet.

Der Zeitpunkt für einen ersten politischen Grundsatzentscheid sei gekommen, sagte die Thurgauer Regierungsrätin Carmen Haag als Präsidentin des Projektausschusses. Die Regierungen unterbreiten ihren Kantonsparlamenten Kreditvorlagen von insgesamt 8,8 Millionen Franken.

Fünf Millionen soll St. Gallen, drei Millionen der Thurgau und 800'000 Franken Appenzell Ausserrhoden beisteuern. Weitere 700'000 Franken erwarten die Verantwortlichen von den Kantonalbanken. Appenzell Innerrhoden beteiligt sich bisher nicht, könnte aber noch auf den Expo2027-Zug aufspringen.

Konzeptwettbewerb läuft

Derzeit läuft ein Konzeptwettbewerb, aus dem voraussichtlich im Herbst ein Siegerprojekt erkoren wird. Dieses wird ab 2016 in einer Machbarkeitsstudie mit rund 20 Einzelaufträgen (Nachhaltigkeit, Umweltverträglichkeit, Energie, Verkehr, Sicherheit) detailliert geprüft, was vier Millionen Franken kosten dürfte.

Die Kantone planen die Einrichtung einer Geschäftsstelle mit 500 Stellenprozenten und einer «Madame» oder einem «Monsieur Expo» an der Spitze. Das Ziel sei, dem Bund 2018 eine überzeugende Bewerbung für die Landesausstellung im Raum Ostschweiz-Bodensee einzureichen, hiess es an der Medienkonferenz.

Volksabstimmungen

Spätestens mit der Einreichung des Dossiers, also voraussichtlich 2018, werden Volksabstimmungen in den drei Trägerkantonen nötig sein, wie Carmen Haag, ihr St. Galler Regierungskollege Benedikt Würth und die Ausserrhoder Frau Landammann Marianne Koller erklärten.

Die Durchführung einer Landesausstellung im Raum Bodensee-Ostschweiz könne der ganzen Region Impulse bringen. Die drei Kantone arbeiten seit vier Jahren am Projekt. Der Bundesrat und die Ostschweizer Regierungskonferenz ORK unterstützen das Vorhaben. Die definitive Entscheidung über die Expo liegt beim Bund.

Laut Haag gibt es Ideen, um auch das grenznahe Ausland einzubeziehen. Die Expo2027 könnte die erste Schweizer Landesausstellung mit internationalem Bezug werden, sagte die Präsidentin des Projektausschusses.

Lehren aus Expo.02

Die letzte Landesausstellung, die Expo.02 in Biel, Neuenburg, Murten und Yverdon, hatte im Sommer 2002 über zehn Millionen Besucher angezogen. Die Expo mit ihren drei Arteplages war im Vorfeld wegen finanzieller, organisatorischer und inhaltlicher Schwierigkeiten erheblich kritisiert worden.

Daraus habe man für die Expo2027 gelernt, betonten jetzt die Verantwortlichen der Ostschweizer Expo. Der Masterplan sieht, bis zum Bundesbeschluss 2018, noch mehrere «Exit-Möglichkeiten» vor. Rückblickend werde die Expo.02 heute als Grosserfolg bezeichnet, schreibt die St. Galler Regierung in ihrer Kreditvorlage. (kpn/sda)

Erstellt: 24.04.2015, 13:16 Uhr

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