Platini wollte Einblick in seine Bankkonten verhindern

Zwar versprach der Uefa-Präsident, sich bei den Untersuchungen der Behörden im Fifa-Skandal kooperativ zu zeigen. Doch eine Beschwerde wirft ein anderes Licht auf den Franzosen.

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Vor rund einem Monat hat die Fifa-Ethikkommission Uefa-Präsident Michel Platini wegen undurchsichtiger Geldtransaktionen für 90 Tage suspendiert. Der Franzose sagte damals seine volle Kooperation mit den Untersuchungsbehörden zu. Die Aussage war offenbar nichts weiter als heisse Luft. Wie die «NZZ» berichtet, trachtete Platini nämlich danach zu verhindern, dass die Bundesanwaltschaft Einsicht in seine Konten erhält.

Mit einer Beschwerde versuchte er, die Verfügung gegen seine Bank vollumfänglich aufzuheben, sodass keine Unterlagen über die betroffenen Geschäftsbeziehungen herausgegeben werden können. Das Bundesstrafgericht in Bellinzona liess Platini allerdings abblitzen. Der Uefa-Chef habe keine Berechtigung, eine Beschwerde einzureichen, da die Untersuchung die Bank und nicht Platini persönlich betreffe. Des weiteren seien solche Anliegen gegen blosse Herausgabeaufforderungen per se ausgeschlossen.

Weder die Bundesanwaltschaft (BA) noch die Uefa wollten der «NZZ» bestätigen, dass es sich beim Beschwerdeführer um Michel Platini handelt. Eine Sprecherin der BA sagte lediglich, man habe das Urteil zur Kenntnis genommen. (dia)

Erstellt: 09.11.2015, 13:09 Uhr

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