SBB setzen Sonderzüge ein – kaum mehr Sitzplätze frei

Tausende Passagiere weichen nach dem Ausfall des Flugverkehrs auf die Züge aus. Ohne Reservation findet man auf Auslandsreisen jedoch keinen Sitzplatz.

Fernverkehr auf den Gleisen: Ohne Reservation finden die Reisenden kaum einen Sitzplatz.

Fernverkehr auf den Gleisen: Ohne Reservation finden die Reisenden kaum einen Sitzplatz. Bild: Keystone

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Auf der Nord-Süd-Achse und zwischen Genf und Paris setzen die SBB doppelt so viele Züge ein wie normalerweise, wie SBB-Sprecher Renzo Cicillini gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnet sagt. «Das Reiseaufkommen ist sehr gross, aber die Situation stabil», so Cicillini. Wie lange die SBB das Bahnnetz verstärkt, ist derzeit nicht absehbar.

«Wir sind in engem Kontakt mit den Flughäfen, gehen jedoch davon aus, dass das Reisekaufkommen auf den Schienen auch in den nächsten Tagen sehr gross bleiben wird», sagt Cicillini. Die SBB bittet deshalb alle Reisenden im internationalen Verkehr, zwingend eine Sitzplatzreservierung vorzunehmen. Ohne Reservation rät die SBB allen Reisenden von Reisen ins Ausland ab.

Am Hauptbahnhof Zürich und am Flughafen ist die Situation ruhig, wie ein Augenschein vor Ort zeigt. Vor den Info-Schaltern stehen ein gutes Dutzend Leute an, die Züge verkehren grösstenteils pünktlich.

Keine Zuschläge

Wer vorhabe, eine Auslandreise ohne diese Reservierung anzutreten, solle es bleiben lassen, teilte die Bahn weiter mit. Den Reisenden in den Zügen kommt die SBB entgegen. Wer wegen des grossen Andrangs am Schalter ohne Billett in einen nationalen Zug steigt, muss beim Kauf im Zug keinen Zuschlag zahlen.

An den grösseren Bahnhöfen von Bern, Basel, Zürich und Genf sowie an den Flughäfen verstärkte die Bahn das Personal. Wie SBB-Sprecher Renzo Cicillini gegenüber der Nachrichtenagentur SDA sagte, stehen mehrere Dutzend zusätzliche Kundenbetreuer im Einsatz.

Im Gegensatz zum internationalen Verkehr ist in den Inlandzügen keine Sitzplatzreservierung nötig. Alle diese Züge könnten weiterhin ohne Einschränkungen benutzt werden, teilte die SBB mit.

SBB verstärt Verbindungen

Um den Grossandrang zu bewältigen, wirft die SBB auf die Schiene, was sie kann. Nach Cicillinis Angaben führt sie im Nord-Südverkehr nach Italien die Züge doppelt, es fahren also zwei Züge statt einem. Von Basel Richtung Chiasso werden die Züge verdoppelt, wenn es die Situation erfordert. Richtung Deutschland koppelt die SBB bei Bedarf eigene Wagen an die Kompositionen der Deutschen Bahn.

Die TGV von Genf nach Paris werden ebenfalls doppelt geführt. Die internationalen Züge von Zürich via Basel nach Brüssel verkehren planmässig. Auch die TGV-Verbindungen von Zürich und Bern nach Basel sind nicht beeinträchtigt.

Allerdings fallen die TGV zwischen Genf und Marseille wegen des Eisenbahnerstreiks in Frankreich aus. Zahlreiche Regioexpress- und Regionalzüge ab Genf nach Frankreich und umgekehrt verkehren nicht. Die Beeinträchtigungen gelten zunächst bis Betriebsschluss am Samstag.

Die SBB betreibt unter der Nummer 0800 99 66 33 eine kostenlose Hotline.

Erstellt: 17.04.2010, 09:23 Uhr

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