SP Aargau wählt Cédric Wermuth zum Co-Präsidenten

Der ehemalige Juso-Präsident hat 110 von 115 Stimmen erhalten. Vor den Delegierten der Kantonalpartei beschrieb er sich als «direkt, ehrlich – und nicht immer unkompliziert».

Wollte zunächst das Präsidium alleine besetzen: Cédric Wermuth. (Archivbild Keystone/Peter Schneider)

Wollte zunächst das Präsidium alleine besetzen: Cédric Wermuth. (Archivbild Keystone/Peter Schneider)

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SP-Nationalrat Cédric Wermuth ist neuer Co-Präsident der SP Kanton Aargau. Er präsidiert die Partei gemeinsam mit Grossrätin Elisabeth Burgener. Das haben die Delegierten an ihrem ordentlichen Parteitag in Aarau mit sehr grosser Mehrheit entschieden.

Wermuth erhielt in der geheimen Wahl 110 von 115 gültigen Stimmen. Burgener wurde mit 111 Stimmen gewählt. In der kurzen Diskussionen vor der Wahl hatten sich alle fünf Rednerinnen und Redner für die zwei einzigen Kandidierenden stark gemacht.

«Nicht weniger, sondern viel mehr Sozialdemokratie»

Er sei «direkt, ehrlich – und nicht immer unkompliziert», so beschrieb Wermuth seinen Charakter vor den Delegierten. Er setze sich für die Werte Freiheit, Gleichheit und Solidarität ein. Es brauche im Aargau «nicht weniger, sondern viel mehr Sozialdemokratie», sagte er.

Er wolle als Co-Präsident die Arbeit in den Sektionen stärken und eine Sprache finden, welche die Menschen verstehen würden. Wermuth machte deutlich, dass er nicht auf vordergründige Provokationen setzen will.

Vom Einer- zum Zweierticket

Der 28-Jährige Politiker aus Baden hatte im März zunächst seinen alleinigen Anspruch auf die Leitung der Kantonalpartei angekündigt. Eineinhalb Monate später machte er einen halben Rückzieher: Wermuth und Burgener gaben ihre gemeinsame Kandidatur bekannt.

Die 53-jährige Grossrätin Elisabeth Burgener aus Gipf-Oberfrick hatte wiederholt Interesse am Präsidium angemeldet. Die Sozialarbeiterin und Werklehrerin gehört dem Kantonsparlament seit März 2007 an. Sie spüre «grosse Kampfeslust», sagte Burgener am Parteitag.

Wermuth war 2011 in den Nationalrat gewählt worden. Von 2008 bis 2011 war er Präsident der Juso Schweiz und bis Ende 2011 Vizepräsident der SP Schweiz. Auf kantonaler Ebene verfügt Wermuth jedoch über kein politisches Amt. Er ist nicht Mitglied des Grossen Rates.

Das vierte Co-Präsidium innerhalb von 20 Jahren bei der SP Aargau ersetzt den bisherigen Präsidenten, Grossrat Marco Hardmeier, und Vizepräsidentin Eva Schaffner. Hardmeier hatte die Partei während sieben Jahren geleitet. Das Aargauer SP-Präsidium ist ein Ehrenamt. Es gibt jedoch eine pauschale Spesenentschädigung. (mw/sda)

Erstellt: 21.06.2014, 13:39 Uhr

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