SP schickt Pierre-Yves Maillard ins Rennen

Seit gestern haben die Sozialdemokraten vier Kandidaten, die die Nachfolge von Bundesrätin Micheline Calmy-Rey antreten wollen. Die SP des Kantons Waadt hat den Regierungsrat Pierre-Yves Maillard nominiert.

Bezeichnet sich als Etatisten: Der SP-Bundesratskandidat Pierre-Yves Maillard.

Bezeichnet sich als Etatisten: Der SP-Bundesratskandidat Pierre-Yves Maillard. Bild: Keystone

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Die SP des Kantons Waadt hat Pierre-Yves Maillard als Kandidaten für die Nachfolge von Bundesrätin Micheline Calmy-Rey nominiert. Der ausserordentliche Parteitag am Samstag in Lausanne schickte den Regierungsrat per Akklamation ins Rennen.

In Ansprachen wurde der 43-jährige Waadtländer Gesundheitsdirektor von Parteikollegen als «Ausnahmepolitiker», Vorbild an Loyalität und jahrzehntelanger Verfechter der von der SP vertretenen Grundsätze beschrieben. Er erntete an der Versammlung einen lang anhaltenden Applaus.

Kritik an der wirtschaftlichen Monokultur

Maillard selber bezeichnete sich als Etatisten. Der Staat dürfe aber nicht alles bestimmen, wenn er nicht unter der Last der Bürokratie ersticken wolle. In Anspielung auf die Entlassungen bei Novartis in Nyon bekannte sich der Regierungsrat auch zum Werkplatz Schweiz und kritisierte die von den Wirtschaftszentren und der Finanzindustrie dominierte «wirtschaftliche Monokultur».

Die Partei habe ein «Luxusproblem», da sie über mehrere ausgezeichnete Bewerber für den Bundesrat verfüge, sagte SP-Präsident Christian Levrat. Bisher haben sich die Nationalrats- Mitglieder Alain Berset (FR), Stéphane Rossini (VS) und Marina Carobbio Guscetti (TI) zur Verfügung gestellt.

Intakte Wahlchancen

Maillard ist als Präsident der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektoren (GDK) und engagierter Verfechter der Einheitskrankenkasse über seinen Kanton hinaus bekannt. Zudem kann er Regierungserfahrung vorweisen. Maillards Wahlchancen gelten als intakt, obwohl er dem linken Flügel seiner Partei zugerechnet wird.

(wid/sda)

Erstellt: 30.10.2011, 07:35 Uhr

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