SRF-Mitarbeiter aus Bern wollen nicht nach Zürich

Der geplante Umzug der SRG-Belegschaft von Bern nach Zürich sorgt für Proteste. 160 Angestellte haben eine Petition eingereicht.

Viel zu viel werde mittlerweile vom Studio in Zürich aus gesteuert, finden die Angestellten.

Viel zu viel werde mittlerweile vom Studio in Zürich aus gesteuert, finden die Angestellten. Bild: Keystone

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Nach Wirtschaft und Politik wehrt sich nun auch die betroffene SRG-Belegschaft gegen die geplante Verlegung des Radiostudios Bern nach Zürich. Über 160 Angestellte fordern den SRG-Verwaltungsrat in einem Schreiben auf, die Pläne zu überdenken. Die Umzugs-Pläne gefährdeten nicht nur die föderalen Strukturen der SRG, sondern auch die Medienvielfalt, schreibt die Arbeitsgruppe «Pro Radiostudio Bern». Unterzeichnet hätten den Brief an den Verwaltungsrat die grosse Mehrheit der Mitarbeitenden des Radiostudios Bern sowie die Auslandkorrespondentinnen und -korrespondenten.

Die Berichterstattung der meisten nationalen Medien werde inzwischen aus Zürich gesteuert. Ziehe Radio SRF nun ebenfalls noch nach Zürich, «wächst der viel kritisierte 'Wasserkopf Zürich' weiter», kritisiert die Belegschaft.

Mit einer Verlegung nach Zürich wäre die Eigenständigkeit der «reichweitenstarken und glaubwürdigen Informationssendungen» von Radio SRF bedroht. Bern spiele zudem eine wichtige Rolle als Brückenkopf zwischen der Deutschschweiz und der Romandie.

«Nicht nur finanzielle Überlegungen machen»

Die SRG hatte vorletzte Woche bekanntgegeben, sie erwäge die Verlegung aus Kostengründen. Laut Mitteilung der Belegschaft werden bei einem Umzug der Abteilung Information nach Zürich 3 bis 3,5 Millionen Franken eingespart.

Die Angestellten fordern den SRG-Verwaltungsrat, die SRG-Generaldirektion und die Geschäftsleitung von SRF auf, «nicht nur finanzielle Überlegungen zu machen, sondern auch föderalistische und medienpolitische Argumente zu gewichten.»

Gegen die Umzugs-Pläne wehren sich auch alle Berner Kantonalparteien sowie Wirtschaftsverbände. Zudem wurde eine Unterschriftensammlung lanciert. (bla/sda)

Erstellt: 17.04.2018, 12:24 Uhr

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