Schweiz legt Freihandelsgespräche mit Moskau auf Eis

Die Schweiz hat erstmals mit konkreten Schritten zum Vorgehen Russlands in der Krimkrise Stellung bezogen.

Werden aufgeschoben: Die Verhandlungen zwischen der Efta und Russland – im Bild Wirtschaftsminister Schneider-Ammann mit seiner russischen Amtskollegin Elwira Nabiullina in Genf. (November 2010)

Werden aufgeschoben: Die Verhandlungen zwischen der Efta und Russland – im Bild Wirtschaftsminister Schneider-Ammann mit seiner russischen Amtskollegin Elwira Nabiullina in Genf. (November 2010) Bild: Keystone

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Die Schweiz unterbricht laut Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann die Verhandlungen mit Russland für ein Freihandelsabkommen. Die vier Partnerländer der Europäischen Freihandelsassoziation (Efta) – die Schweiz, Norwegen, Island und Liechtenstein – fällten den Entschluss gemeinsam.

«Wir haben zwischenzeitlich unter den vier Partnern vereinbart, dass wir eine Aufschiebung wollen», sagte Bundesrat Schneider-Amman gegenüber dem Schweizer Radio (SRF). Das sei auch Russland mitgeteilt worden.

Freihandel «nicht um jeden Preis»

Gemäss dem Wirtschaftsminister ist dies das «erste formellere Zeichen» der Schweiz. Es sei ein Zeichen, dass «wir mit der Entwicklung unsere Sorgen haben». «In dieser unsicheren Situation kann es natürlich nicht sein, dass wir so tun, als wäre nichts geschehen», so Schneider-Ammann.

Freihandelsverträge seien wichtig und ebenso der russische und der Efta-Markt – «aber nicht um jeden Preis». Zu gegebener Zeit, «in gesicherten Verhältnissen», könne dann weiterverhandelt werden. (fko/sda)

Erstellt: 19.03.2014, 12:57 Uhr

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