Schweizer Agent schaute im Dienst Pornos

Ein Mitarbeiter des Nachrichtendienstes des Bundes ist freigestellt worden, weil er während der Arbeit im Internet Sexseiten besucht hat.

Ein NDB-Mitarbeiter soll Pornos konsumiert haben: Webseite eines Erotikanbieters. (Archivbild)

Ein NDB-Mitarbeiter soll Pornos konsumiert haben: Webseite eines Erotikanbieters. (Archivbild) Bild: Walter Bieri/Keystone

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Beim Nachrichtendienst des Bundes (NDB) ist ein Mitarbeiter freigestellt worden, weil er während des Dienstes Pornos konsumiert haben soll, wie der «SonntagsBlick» berichtet.

Die NDB-Sprecherin Isabelle Graber hat entsprechende Recherchen bestätigt: «Der Nachrichtendienst des Bundes hat einen Mitarbeitenden wegen eines möglichen Verstosses gegen die Informatiknutzungsweisungen des VBS – private bzw. verbotene Nutzung der Informatikmittel – freigestellt.» Gemäss der Zeitung soll die Berner Staatsanwaltschaft eingeschaltet worden sein, die eine entsprechende Anfrage allerdings nicht bestätigt hat.

Dazu die NDB-Sprecherin: «Die Vorkommnisse werden nun von den zuständigen Stellen und Behörden untersucht. Bis zum Abschluss dieser Untersuchung gilt die Unschuldsvermutung.»

Der NDB sammelt heikle Daten und verfügt dank des seit 2017 gültigen Nachrichtendienstgesetzes über weitreichende Kompetenzen bei der elektronischen Überwachung. Der Geheimdienst ist dem Militärdepartement (VBS) angegliedert. Der Besuch von zwielichtigen Internetseiten kann es Hackern erleichtern, ins System einzudringen und damit die Datensicherheit der Zentralgewalt in ernsthafter Weise gefährden. (chk)

Erstellt: 24.06.2018, 07:22 Uhr

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