Schweizer Plutonium war nicht waffenfähig

Erst kürzlich wurde bekannt, dass die Schweiz über ein geheimes Plutoniumlager verfügte. Der Bundesrat schreibt nun, wofür das Material angeschafft wurde.

Hier wurde das Plutonium gelagert: Das Paul Scherrer Institut in Villigen AG. (13. Januar 2015)

Hier wurde das Plutonium gelagert: Das Paul Scherrer Institut in Villigen AG. (13. Januar 2015) Bild: Keystone

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Aus den 20 Kilogramm Plutonium, die während Jahrzehnten in der Schweiz lagerten, hätten keine Atombomben gebaut werden können. Nach Angaben des Bundesrats wurde das Material in einer nicht waffenfähigen Form aufbewahrt.

Das Plutonium sei in pulverförmigem Zustand gelagert worden, der Anteil Plutonium 239 habe unter 92 Prozent gelegen, schreibt der Bundesrat in der Antwort auf eine Frage aus der Fragestunde des Nationalrats.

«Umwandlung nur durch massiven technischen Aufwand»

Er erinnert auch daran, dass dieses zur Entwicklung einer neuen Generation von Brennelementtypen für Kernkraftwerke benutzt werden sollte. Dazu sei dem Plutonium Uran beigemischt worden. «Solches Material könnte nur mit massivem technischem Aufwand in waffenfähiges Material umgewandelt werden», schreibt der Bundesrat.

Vor kurzem ist bekannt geworden, dass Anfang Jahr 20 Kilogramm Plutonium unter strengen Sicherheitsvorkehrungen aus der Schweiz in die USA transportiert worden sind. Das Material war im Paul-Scherrer-Instituts (PSI) im aargauischen Villigen gelagert worden. (woz/sda)

Erstellt: 14.03.2016, 21:53 Uhr

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