Schweizer Verleger fordern Schutz vor Google

Schweizer Herausgeber fordern offenbar ein neues Gesetz zum Schutz der Medien vor Google. Ihr Vorwurf: Der Internet-Gigant fördere das Zeitungssterben.

Google weist die Vorwürfe zurück: Google-Entwicklungszentrum in Zürich. (Archivbild)

Google weist die Vorwürfe zurück: Google-Entwicklungszentrum in Zürich. (Archivbild) Bild: Keystone

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Suchmaschinen wie Google sollen künftig in der Schweiz zahlen müssen, wenn sie journalistische Inhalte gewerblich nutzen. Dies wollen Schweizer Verleger gesetzlich verankern. «Google verdient auf unsere Kosten viel Geld, ohne uns Medien auch nur einen Teil davon abzugeben», sagt Ringier-Konzernchef Marc Walder in einem Interview der «SonntagsZeitung».

Google fördere indirekt das Zeitungssterben. «Wenn wir keinen stärkeren Schutz bekommen, sehe ich schwarz für die Schweizer Zeitungen», warnt auch Verlegerpräsident Hanspeter Lebrument. «Wir werden unsere Forderungen in Kürze direkt beim Bundesrat einbringen.»

Auch Herausgeber aus Deutschland und Österreich beteiligt

Schon in den nächsten Tagen werde der Verband das Thema angehen. Mit Herausgebern aus Deutschland und Österreich wollen die Schweizer Verleger auch in Brüssel vorstellig werden, «um gegen Google vorgehen zu können.»

Matthias Meyer, Sprecher von Google Schweiz weist die Kritik zurück: «Google-Dienste vermitteln vielen Verlagsseiten bis zur Hälfte ihrer Leser.» Ein Leistungsschutzrecht sei schädlich.

Erstellt: 01.12.2012, 23:27 Uhr

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