Schweizer sind zu dick – und glücklich damit

87 Prozent der Schweizer Bevölkerung fühlen sich gesund bis sehr gesund – obwohl über ein Drittel übergewichtig ist.

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Die ersten Ergebnisse der Schweizerischen Gesundheitsbefragung zeigen, dass sich die Schweizer Bevölkerung überwiegend gesund fühlt. 87 Prozent aller Befragten bezeichnen ihren Gesundheitszustand als sehr gut oder gut. Dabei gibt es einen klaren Alterstrend: Bei den jüngeren Menschen im Alter von 15 bis 44 Jahren fühlen sich über 90 Prozent gesund, bei den Personen ab 75 Jahren sind es noch 65 Prozent.

Sieben Prozent der Schweizerinnen und Schweizer waren in ihren Alltagsaktivitäten durch ein gesundheitliches Problem während mindestens sechs Monaten vor der Befragung stark eingeschränkt. Bei der älteren Bevölkerung ab 65 Jahren sind Bluthochdruck (49 Prozent), Diabetes (zwölf Prozent), starke Gelenkschmerzen (15 Prozent) und starke Schlafstörungen (13 Prozent) verbreitete gesundheitliche Beschwerden.

Übergewicht vor allem im höheren Alter

37 Prozent der Befragten haben einen Bodymassindex von 25 oder mehr und sind übergewichtig. Mit zunehmendem Alter nimmt auch der Anteil der Übergewichtigen zu. 29 Prozent der 25- bis 34-Jährigen waren übergewichtig, bei den 65- bis 74-Jährigen waren es 52 Prozent. Ab einem Alter von 75 Jahren sinkt der Anteil auf 49 Prozent. Jugendliche und junge Erwachsene haben demgegenüber weniger Mühe, ein ihrer Körpergrösse entsprechendes Gewicht zu halten.

39 Prozent der jungen Frauen sind tendenziell zu leicht oder gar untergewichtig. Seit 1992 ist in der Schweiz der Anteil der Übergewichtigen in allen Altersklassen angestiegen.

Abnahme der Alkoholabstinenten

Jeder fünfte Mann und jede zehnte Frau gibt an, täglich Alkohol zu konsumieren. Dagegen lebt nahezu jeder zehnte Mann und jede fünfte Frau alkoholabstinent. Knapp 38 Prozent der Männer und 29 Prozent der Frauen trinken ein- bis zwei Mal wöchentlich Alkohol. Im Vergleich zu 2002 ist der Anteil der Alkoholabstinenten sowohl bei Männern als auch bei Frauen zurückgegangen, dafür hat der gelegentliche Konsum zugenommen. Der mehrmals wöchentliche oder tägliche Konsum ist weitgehend konstant geblieben. Insbesondere bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist dieser Trend erkennbar.

Von den 15- bis 24-Jährigen haben 37 Prozent der Männer und 22 Prozent der Frauen Erfahrungen mit Cannabis-Produkten. Zum Befragungszeitpunkt konsumierten knapp zwölf Prozent der Männer und fünf Prozent der Frauen Cannabis. Männer (fünf Prozent) haben auch häufiger Erfahrungen mit harten Drogen als Frauen (drei Prozent).

Weniger Passivraucher

28 Prozent der Befragten rauchten zum Befragungszeitpunkt, Männer (32 Prozent) häufiger als Frauen (24 Prozent). Der Tabakkonsum ist insbesondere in jungen Jahren verbreitet. 37 Prozent der Männer und 31 Prozent der Frauen zwischen 15 und 24 bezeichnen sich als aktive Raucher beziehungsweise Raucherinnen.

16 Prozent der Befragten, die selbst nicht rauchen, sind täglich mindestens eine Stunde dem Rauch anderer Leute ausgesetzt. Die Belastung durch das Passivrauchen hat in den letzten fünf Jahren deutlich abgenommen. 2002 betrug der Anteil noch 27 Prozent. (grü/ap)

Erstellt: 12.09.2008, 15:33 Uhr

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