Skigebiet verkauft Abonnemente auf Lebenszeit

Die Tourismusregion Moléson will mit einer bahnbrechenden Idee neue Finanzierungsmittel generieren: Sie verkauft die ersten Abonnemente auf Lebenszeit. Der Branchenverband reagiert positiv.

Will Stammkunden locken: Skiklasse im Skigebiet Moléson. (Bild: La Gruyère Tourisme)

Will Stammkunden locken: Skiklasse im Skigebiet Moléson. (Bild: La Gruyère Tourisme)

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Auf die Ski und per Seilbahn auf den Berg, wann immer man will: Das Skigebiet Moléson im Kanton Freiburg bietet neu ein Abonnement auf Lebenszeit an – als Schweizer Premiere. Was das Abonnement kostet, hängt vom Alter der Käufer ab. Bis 19-Jährige bezahlen 7600 Franken. Für 30- bis 39-Jährige kostet das Lebens-Abonnement 6000 Franken. Vom 60. Geburtstag an ist es für 2300 Franken zu haben. Verkauft wird das Abonnement auf Lebenszeit von Dezember 2011 bis Juni 2012. Es ist auch im Sommer gültig.

Ziel der Aktion ist es, Stammkunden zu bekommen und Mittel zur Finanzierung der neuen Seilbahn zu generieren, die Mitte Dezember in Betrieb genommen wird. Eine Mitarbeiterin der Seilbahn bestätigte der Nachrichtenagentur sda am Freitag eine Meldung der Westschweizer Zeitung «Le Matin».

«Die Idee wird Schule machen»

«Eine Schweizer Premiere», kommentiert Roman Weissen, Sprecher des Verbandes Seilbahnen Schweiz, die Idee. Er ist begeistert: «Das ist eine innovative Idee, die Schule machen wird.» In diese Richtung müssten Seilbahnen mit ihren Anstrengungen gehen, um ihre Finanzierung zu sichern.

Nach Angaben des Verbandes vom Donnerstag sind die Betreiber der Seilbahnen mit wachsenden Kosten für Infrastruktur, Energie und Personal konfrontiert. Auch das Präparieren der Pisten koste immer mehr Geld. Derweil schlagen in der kommenden Wintersaison in den Schweizer Skigebieten die Preise von rund 70 Prozent der Tages- und Mehrtageskarten sowie von Saisonabonnementen nicht auf. Wenn Preise angepasst würden, dann im bescheidenen Rahmen, hiess es. (kpn/sda)

Erstellt: 22.10.2011, 11:24 Uhr

Artikel zum Thema

Wenn die Pixel-Alpen locken

Mit einem Simulationsspiel will eine Zürcher Softwarefirma die alpinen Sehnsüchte der Deutschen bewirtschaften. Unterstützung erhält sie von Schweiz Tourismus. Mehr...

Copacabana-Invasion in der Schweiz

Vom Zuckerhut ans Matterhorn: Die Schweiz profitiert in diesem Jahr von einem Besucheransturm aus Brasilien. Nun plant Schweiz Tourismus den grossen Coup. Mehr...

Visa-Stellen überfordert: Schweiz verliert Touristen aus Asien

Der Bund investiert in Impulsprogrammen Millionen ins Tourismus-Marketing. Die Nachfrage nach Schweiz-Reisen steigt so stark, dass die Botschaften die Visa-Anträge nicht mehr bewältigen können. Mehr...

Blog

Kommentare

Paid Post

Studieren von zu Hause aus

Erstmals in der Schweiz lässt sich ein Bachelor virtuell absolvieren. Dieses Set-up erlaubt es den virtuell Teilnehmenden ohne Pendeln zu studieren.

Die Welt in Bildern

Kunst-Blumen: Zum Valentinstag schenkt Banksy der Stadt Bristol eine neues Werk. Das Blumen werfende Mädchen schmückt eine Wand im Stadtteil Barton Hill. (14. Februar 2020)
(Bild: Finnbarr Webster) Mehr...