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«Solch eine Seuche kann jederzeit auftreten»

Armee und ziviler Krisenstab üben die Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche. 200 Personen sind im Einsatz.

Desinfektion eines Stalls: Armee und zivile Einsatzkräfte üben die Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche.
Video: Jan Derrer

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«Der Ausbruch der Maul- und Klauenseuche ist absolut realistisch», betont der Baselbieter Kantonsveterinär Ignaz Bloch. Auch Armeeveterinär Mike Hässig unterstreicht die Möglichkeit eines Tierseuchenausbruchs in der Schweiz: «Solch eine Seuche kann jederzeit auftreten.»

Seit dem 5. April übt der Kantonale Krisenstab Basel-Landschaft zusammen mit der Armee und dem Zivilschutz die Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche. Zwar ist in der Schweiz seit 1983 kein Fall mehr aufgetreten. Dennoch warnt Kantonsveterinär Bloch, dass die Gefahr wegen der weltweiten Mobilität nicht gebannt sei.

Aufwendige Seuchenbekämpfung

Im Zentrum der gross angelegten Übung steht laut Bloch das Zusammenspiel von Armee und zivilen Einsatzkräften. «Wenn mehrere Seuchenherde gleichzeitig bekämpft werden müssen, reichen die zivilen Kräfte nicht mehr aus, es braucht die Armee. Das zeigen Tierseuchen im Ausland.» Laut Armeeveterinär Hässig sei Seuchenbekämpfung Manpower. «Pro Stall braucht es bis zu 80'000 Liter Desinfektionslösung, alles muss manuell gereinigt werden.»

Das Szenario der Übung «Morbus» simuliert den Ausbruch der Seuche in drei Landwirtschaftsbetrieben im Oberbaselbiet. 152 Stück Vieh wurden evakuiert. Über 8000 m2 mussten desinfiziert werden.

Tiere müssen getötet werden

Die Maul- und Klauenseuche ist für den Menschen ungefährlich. Aber für landwirtschaftliche Nutztiere ist sie eine der schlimmsten Viruserkrankungen. Sie kann innert kürzester Zeit sämtliche Tiere eines Betriebs befallen. Um die Virusvermehrung zu stoppen, müssen im Ernstfall sämtliche Tiere getötet und entsorgt werden. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 08.04.2013, 18:06 Uhr

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