St. Galler SVP schickt Toni Brunner ins Rennen um den Sitz im Stöckli

Der Nationalrat Toni Brunner ist von der St. Galler SVP zum Ständeratskandidaten nominiert worden. Für den Parteipräsidenten wird der Weg in die kleine Kammer alles andere als einfach.

Will kämpfen wie ein «Leu»: SVP-Präsident Toni Brunner in Bern.

Will kämpfen wie ein «Leu»: SVP-Präsident Toni Brunner in Bern. Bild: Reuters

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Die SVP St. Gallen feierte ihren Wahlauftakt auf dem Ribelhof in Lüchingen mit einem Volksfest. Toni Brunner war Ehrengast, genauso wie Nöldi Forrer, Schwingerkönig von 2001. Die Nomination Brunners war ein Intermezzo der Party. Kantonsrätin Marianne Kleiner, die ebenfalls für den Ständerat kandidieren wollte, hatte keine Chance.

Er freue sich, dass ihn die SVP auf den CVP-Ständerat Eugen David und die andern Mitkonkurrenten loslasse, sagte Brunner nach der Nomination. Er werde kämpfen wie ein «Leu».

Karin Keller-Sutter für Erika Forster

Brunner hatte schon 2007 für den Ständerat kandidiert. Schwang er im ersten Wahlgang noch obenaus, unterlag er dann im zweiten Wahlgang den Bisherigen Eugen David (CVP) und Erika Forster (FDP).

Eugen David tritt am 23. Oktober nochmals an. Für die FDP soll Regierungsrätin Karin Keller-Sutter den Sitz der zurücktretenden Erika Forster holen. Die SP steigt mit dem Nationalrat und Präsidenten des Gewerkschaftsbunds, Paul Rechsteiner, ins Rennen. Für die Grünen will Nationalrätin Yvonne Gilli in den Ständerat.

Beste Wahlchancen

Die Ausgangslage in St. Gallen ist spannend. Toni Brunner wird es auch in diesem Herbst nicht einfach haben. Während Eugen David mit dem Bonus des Bisherigen wieder einen Vorteil besitzt, hat auch die Freisinnige Karin Keller-Sutter beste Wahlchancen: Bei den Regierungsratswahlen erzielte sie regelmässig Spitzenresultate.

Landwirt Toni Brunner wurde 1995 im Alter von 21 Jahren in den Nationalrat gewählt. Bis 2008 war er zehn Jahre lang Präsident der SVP des Kantons St. Gallen. Seit drei Jahren ist er Präsident der SVP Schweiz. Brunner kandidiert auch wieder für den Nationalrat. Die SVP ist deutlich die stärkste politische Kraft in St. Gallen.

Die Kandidatinnen und Kandidaten für den Nationalrat waren von den SVP-Delegierten schon vor den Sommerferien nominiert worden. Thomas Zünd, Präsidetn der SPV St. Gallen, gab am Mittwochabend bekannt, dass die SVP eine Listenverbindung mit der EDU eingeht. (wid/sda)

Erstellt: 17.08.2011, 21:28 Uhr

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