Staatssekretärin zitiert Sri Lankas Botschafter ins EDA

Was ist der Angestellten der Schweizer Botschaft in Colombo zugestossen? Die Staatssekretärin Pascale Baeriswyl hat sich eingeschaltet.

Der Gesundheitszustand der Mitarbeiterin lässt noch keine Vernehmung zu: Die Schweizer Botschaft in Colombo, Sri Lanka. (Archivbild)

Der Gesundheitszustand der Mitarbeiterin lässt noch keine Vernehmung zu: Die Schweizer Botschaft in Colombo, Sri Lanka. (Archivbild) Bild: Anthony Anex/Keystone

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Staatssekretärin Pascale Baeriswyl hat am Montag wegen des Zwischenfalls mit einer Angestellten der Schweizer Botschaft in Colombo den Botschafter Sri Lankas mit Sitz in Berlin, Karunasena Hettiarachchi, in Bern empfangen.

Sie bekräftigte bei dem Treffen, dass die Schweiz ein rechtsstaatliches Verfahren zur Lösung des Falls unterstützt, wie das EDA am Abend mitteilte. Allerdings sei die Angestellte aus medizinischen Gründen noch nicht vernehmbar.

Ende November wurde die lokale Angestellte der Schweizer Botschaft in Colombo auf der Strasse von Unbekannten festgehalten und bedroht, um sie zur Herausgabe «geschäftsrelevanter» Informationen zu zwingen. Das EDA reagierte auf den Vorfall mit mehreren Demarchen. Die Botschaft erstattete bei den srilankischen Behörden Anzeige und forderte eine rasche Aufklärung der Hintergründe.

Staatssekretärin Baeriswyl machte gegenüber Botschafter Hettiarachchi deutlich, dass die Schweiz kein Interesse habe, die Ermittlungen der srilankischen Behörden zu verzögern. Die Gesundheit der Angestellten gehe vor. Das EDA nehme als Arbeitgeber seine Verantwortung für das Personal ernst.

Mit dieser Feststellung reagierte die Staatssekretärin auf eine Mitteilung des srilankischen Aussenministerium vom Sonntag, in der die Darstellung der Botschaft in Frage gestellt worden war. Sie bat dabei die srilankische Seite auch um eine Erläuterung der angeblichen Beweise gegen die Darstellung der Botschaft, die Sri Lankas Aussenministerium in seiner Mitteilung erwähnt hatte.

Sri Lanka hatte die Vorwürfe der Botschaftsmitarbeiterin in Colombo zurückgewiesen. Eine offizielle Untersuchung der Regierung des Landes zog Aussagen der Frau in Zweifel. Die Behörden informierten am Sonntag laut eigenen Angaben den Schweizer Botschafter Hanspeter Mock in Colombo über den Stand der Untersuchung. Laut dem srilankischen Aussenministerium soll es Unstimmigkeiten in den Angaben der Botschaftsmitarbeiterin geben. (red/sda)

Erstellt: 02.12.2019, 22:27 Uhr

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