Umfrage: Lichterlöschen auf den Autobahnen?

Der Bund baut die Beleuchtung auf den Nationalstrassen ab, um Strom und Geld zu sparen. Was halten Sie davon? Nehmen Sie Teil an der Umfrage von Tagesanzeiger.ch/Newsnet.

Im Dunkeln munkeln: Ein Auto überholt ein anderes Fahrzeug auf der Autobahn <nobr>A 53</nobr> in Dübendorf. (14. August 2009)

Im Dunkeln munkeln: Ein Auto überholt ein anderes Fahrzeug auf der Autobahn A 53 in Dübendorf. (14. August 2009) Bild: Patrick B. Krämer/Keystone

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Kandelaber demontieren im grossen Stil: So geschieht das momentan am stark befahrenen Verkehrsknotenpunkt Brüttiseller Kreuz im Rahmen von Sanierungsarbeiten. Bereits verschwunden sind die meisten alten Lichter bei der Sanierung der Stadttangente Bern – etwa die Kandelaber auf dem Felsenau-Viadukt. Und schon sehr weit fortgeschritten ist der Abbauprozess im Raum Basel, Mittelland und Luzern. Dort wurden bereits rund 1000 Kandelaber abgeschaltet.

Mit der Lichtreduktion will das Bundesamt für Strassen (Astra) Strom und Geld (rund 200 Franken pro Kandelaber und Jahr) einsparen. Die Massnahmen erfolgen im Rahmen der Energiestrategie 2050 des Bundes. Eine neue Lichtrichtlinie für das Nationalstrassennetz ist zurzeit in Arbeit bei der Astra-Zentrale in Bern. Skeptisch reagiert die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BfU). Sie befürchtet Einbussen bezüglich der Sicherheit.

Was ist Ihre Meinung zum Thema? Hier geht's zur Umfrage.
Lesen Sie morgen die Auswertung.

Lesermeinungen sind geteilt

In den Leserforen sorgt die Berichterstattung zum Thema bereits jetzt für hitzige Diskussionen. «Das Licht dient der Sicherheit und darf nicht der Sparwut geopfert werden», schreibt Leser Daniel Münger. Das Autofahren bei Nacht sei zum Beispiel in Belgien, wo die Autobahnen durchgängig beleuchtet seien, sehr entspannt. «Keine entgegenkommenden Dauerscheinwerfer und kein ständiges Auf- und Abblenden.» Richard Kunz erzählt von einem Fast-Zusammenstoss mit einem Fuchs, den er in den frühen Morgenstunden auf einer Fahrt vom Tessin nach Zürich erlebt hat. Obwohl der Fahrer nüchtern und konzentriert war, sah er das Tier wegen des beschränkten Lichts erst kurz vor dem Aufprall. «Mit Beleuchtung hätte ich ihn schon längst gesehen.» Apropos Tiere: Seit in Bern die Strassenlampen auf der Stadttangente verschwunden sind, sieht es dort laut Adriano Granello aus «wie im Bauch einer Kuh».

Andere Leser fragen sich, was der «Aufschrei» überhaupt soll. «Irgendwie haben Autos so zwei Dinger vorne für nachts, oder?», schreibt Geert Bernaerts augenzwinkernd. Leser Remo Hausmann meint, das Abblendlicht reiche doch zumeist aus. «Es schärft die eigenen Sinne, vor allem die Augen, und man konzentriert sich auf das Wichtigste, nämlich das Autofahren.» Gundula Müller fragt sich hingegen, ob das Umrüsten auf LED nicht günstiger käme als das Abbauen der Kandelaber. (or)

Erstellt: 17.06.2013, 12:58 Uhr

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