Uri will eine neue Gotthardröhre

Das Urner Volk entscheidet im Mai an der Urne, ob sich der Kanton beim Bund für den Bau eines zweiten Gotthard-Strassentunnels starkmachen soll.

Ein zweiter Tunnel soll Uri vor «volkwirtschaftlichen Schäden» bewahren.

Ein zweiter Tunnel soll Uri vor «volkwirtschaftlichen Schäden» bewahren. Bild: Keystone

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Der neue Tunnel soll Uri vor «volkswirtschaftlichem Schaden» bewahren. In 10 bis 15 Jahren wird der heutige Autotunnel saniert und während rund 1000 Tagen geschlossen bleiben.

Die Initiative der Jungen SVP, die zwei Röhren will, lehnte der Landrat gestern Mittwoch aber mit 42 gegen 17 Stimmen ab. Er empfiehlt dem Volk den Gegenvorschlag der Regierung zur Annahme. Diese will einen zweiten Tunnel und ihn wie den heutigen im Gegenverkehr befahren lassen. Das Schicksal des bestehenden Tunnels würde «künftigen Generationen überlassen», sagte Landammann und Baudirektor Markus Züst. Die Initiative fordert einen neuen Tunnel, bevor die Sanierung des bestehenden in Angriff genommen wird. Wenn dann beide wieder betriebsbereit sind, sollen sie zur Erhöhung der Verkehrssicherheit je einspurig befahren werden. Das genüge dem Alpenschutzartikel in der Bundesverfassung, der seit 1994 die Verlagerung des Schwerverkehrs auf die Schiene fordert.

Der Urner Landrat will «ein Signal» nach Bern senden. Denn über das Vorgehen entscheidet letztlich das Parlament. Das Bundesamt für Strassen hält einen Bahnverlad für Autos und Lastwagen während der Sanierungssperre für machbar – ganz im Sinne der Urner Grünen und der SP. Diese sprachen gestern von einer «Schlaumeierei», denn ein zweiter Gotthardtunnel werde früher oder später bestimmt auch genutzt.

Erstellt: 27.01.2011, 08:10 Uhr

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