Viertelstundentakt und kürzere Reisezeiten

Die SBB planen die grösste Fahrplanrevolution seit der Bahn 2000. Ab 2021 verlässt alle 15 Minuten ein Zug den Zürcher HB in Richtung Bern. Die Fahrt nach St. Gallen könnte bald unter einer Stunde dauern.

Die ganze Schweiz wird zum S-Bahn-System: Ein Zug fährt bei Pfäffikon vorbei.

Die ganze Schweiz wird zum S-Bahn-System: Ein Zug fährt bei Pfäffikon vorbei. Bild: Keystone

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Die SBB bauen ihr Angebot deutlich aus. Ab 2021 sollen in den Hauptverkehrszeiten alle 15 Minuten Züge zwischen Bern und Zürich verkehren. Dies schreibt die «Schweiz am Sonntag». Nach dem heutigen Planungshorizont ist auf dann die Einführung des Viertelstundentaktes möglich und vorgesehen, wird SBB-Sprecher Christian Ginsig zitiert.

Das Angebot ist ein Vorläufer der grössten Fahrplanänderung seit 2004. Werden die notwendigen Ausbauschritte des «Strategischen Entwicklungsprogramms Bahninfrastruktur» von Bundesrat und Parlament genehmigt, ist ab 2030 etwa mit dem durchgehenden Viertelstundentakt zwischen Zürich und Bern, Zürich und Winterthur oder Lausanne und Genf zu rechnen.

Zudem prüfen die Planer die Option, Fernverkehrszüge aus der Westschweiz ohne Umweg über den Zürcher Flughafen ab Zürich nach St. Gallen zu führen. Die Fahrzeit auf dieser Strecke sinkt dann von heute 66 auf 54 Minuten. Wie die Zeitung weiter schreibt, ist zudem eine Direktverbindung aus dem Rheintal nach Zürich in Prüfung. Die ganze Schweiz soll faktisch zu einem S-Bahn-System werden.

Gegenüber 2012 rechnet das Bundesamt für Verkehr im Jahr 2030 mit deutlich mehr Passagieren. Zwischen Yverdon und Lausanne sowie zwischen Genf und Lausanne werden 58 Prozent mehr Passagiere erwartet. Mit 35'000 zusätzlichen Passagieren oder 39 Prozent mehr jeden Tag rechnen die SBB auch zwischen Zürich und Winterthur. Alleine die Stadtgrenze Zürichs ist im vergangenen Jahr 422'000-mal täglich im Zug überquert worden, was einem Wachstum von 40 Prozent in zehn Jahren entspreche, schreibt das Blatt. Selbst mit der gegenüber 2007 verdoppelten Kapazität im Jahr 2030, wie sie der Zürcher Verkehrsverbund plant, wird die Auslastung auf gewissen Strecken in Stosszeiten «sehr hoch» bleiben, wird ein ZVV-Sprecher zitiert.

(wid)

Erstellt: 01.06.2014, 12:55 Uhr

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