Von der Schweiz hat Birkenfeld nichts zu befürchten

Bradley Birkenfeld, der früher eine Zweitwohnung in Zermatt besass, kann bedenkenlos wieder in die Schweiz einreisen. Das sagt sein Rechtsvertreter in Genf.

Sein Rechtsvertreter bezeichnet ihn als «amerikanischen Helden»: Bradley Birkenfeld könnte wieder in die Schweiz einreisen.

Sein Rechtsvertreter bezeichnet ihn als «amerikanischen Helden»: Bradley Birkenfeld könnte wieder in die Schweiz einreisen. Bild: Keystone

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Nach 30 Monaten Haft wurde der ehemalige UBS-Banker und Whistleblower Bradley Birkenfeld am Dienstag von der US-Steuerbehörde IRS mit einer Belohnung von 104 Millionen Dollar bedacht. Er soll seinem Land dabei geholfen haben, fünf Milliarden Dollar an Steuergeldern einzutreiben, indem er interne UBS-Informationen offenlegte.

Die Westschweizer Tageszeitung «Le Temps» berichtet nun, dass Birkenfeld bald wieder in der Schweiz weilen könnte. Birkenfelds Anwalt Charles Poncet berichtete, dass einer «möglichen Rückkehr seines Mandaten in die Schweiz nichts im Wege steht».

Der aus Boston stammende Ex-Banker arbeitete fünf Jahre bei der UBS in Genf und war Besitzer eines Zweitwohnsitzes in Zermatt. Das Bezirksgericht von Viège VD hatte letztes Jahr die Zwangsversteigerung des 120 Quadratmeter grossen Chalets angeordnet, nachdem Birkenfeld diversen Zahlungsaufforderungen nicht nachgekommen war.

Laut «Le Temps» teilte die Bundesstaatsanwaltschaft am Mittwoch mit, dass die Eröffnung eines Gerichtsverfahrens gegen Bradley Birkenfeld nicht gerechtfertigt sei. Sollte eine Ermittlung wegen Verletzung des Bankgeheimnisses in Betracht gezogen werden, sei dies Sache der Kantone. (cor)

Erstellt: 14.09.2012, 09:57 Uhr

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