Maurer mit Tochter beim Staatsempfang

Ueli Maurer hatte gestern den finnischen Staatschef in Bern empfangen. Begleitet wurde der Bundespräsident von seiner Tochter.

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Die Schweiz und Finnland wollen ihre militärische Zusammenarbeit vertiefen. Dies sagte Bundespräsident Ueli Maurer nach offiziellen Gesprächen mit dem finnischen Präsidenten Sauli Niinistö in Bern. Niinistö stattet der Schweiz einen zweitägigen Staatsbesuch ab.

«Beide Länder sind traditionell neutral und gehören keinem Militärbündnis an», sagte Maurer vor den Medien. Deshalb strebten beide nach einer hohen Autonomie im Rüstungsbereich. Eine konkrete Möglichkeit zur Zusammenarbeit sieht Maurer etwa bei den F/A-18-Flugzeugen. Da beide Länder solche Flugzeuge besässen, könne der Wissensaustausch vertieft werden, sagte er.

«Es kommt für beide Staaten günstiger»

Niinistö pflichtete Maurer bei: Beide Staaten hätten ähnlich aufgebaute Armeen. «Wenn wir Wissen austauschen, kommt es für beide Staaten günstiger», sagte er. Finnland könne zudem von der Friedensvermittlung der Schweiz viel lernen.

Gestern morgen waren Niinistö und seine Frau Jenni Haukio auf dem Flughafen Zürich gelandet – ganz bescheiden mit einem Linienflug von Finnair. Begrüsst wurde der konservative Politiker von Maurer, in Begleitung seiner Tochter – Maurers Ehefrau musste sich krankheitshalber entschuldigen – sowie vom Zürcher Regierungspräsident Thomas Heiniger.

Bundesrat in corpore

Nach einem Mittagessen auf dem Dampfschiff «Unterwalden» in Luzern reiste die Delegation auf den Bundesplatz in Bern, wo Niinistö mit militärischen Ehren empfangen wurde. Alle sieben Bundesräte erschienen zur Zeremonie. Hunderte Zuschauer wohnten dem Staatsempfang bei. Einige hatten finnische Fähnchen mitgebracht, die sie Niinistö entgegenstreckten.

Maurer hob anschliessend in einer Rede in der Wandelhalle des Bundeshauses die Migration als «Band» zwischen den beiden Nationen hervor. So habe sich etwa der finnische General Karl Lennart Oesch, der Schweizer Wurzeln hatte, im Zweiten Weltkrieg besonders hervorgetan.

Auch Niinistö betonte die guten Beziehungen zwischen den beiden Ländern. Leider hätten sich die Kontakte seit Finnlands Betritt zur Europäischen Union 1995 abgeschwächt. Dies werde sich in Zukunft hoffentlich wieder ändern, sagte Niinistö.

Maurer ein bekennender Finnland-Fan

Für die Einladung des finnischen Gastes machte Maurer durchaus persönliche Gründe geltend: «Wenn ich nicht in der Schweiz wohnte, würde ich in Finnland wohnen», sagte er. Er fühle sich der finnischen Mentalität sehr nahe. Auch habe Finnland schöne Landschaften zu bieten.

Niinistö unterstrich demgegenüber ebenfalls seine Bewunderung für die Schweiz: «Wenn Schweiz draufsteht, ist es gut», sagte er. Dies habe sich in den letzten Jahren nicht verändert. Gestern abend war ein Galadinner im Bernerhof geplant. Heute wird Niinistö von Bundespräsident Maurer in die Kantone Aargau, Zürich sowie in die Innerschweiz geführt. Dabei steht auch ein Treffen mit Wirtschaftsvertretern aus der Schweiz und Finnland auf dem Programm. (mw/sda)

Erstellt: 15.10.2013, 20:42 Uhr

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