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«Ärzte leben heute in einer härteren, polemischeren Welt»

Apotheker versus Ärzte: Bei der Revision des Heilmittelgesetzes haben sich Erstere durchgesetzt. Ärztin und Nationalrätin Yvonne Gilli sagt, warum. Und was das für die Patienten bedeutet.

Fordert eine bessere Ausbildung der Apotheker: Die grüne Nationalrätin und Ärztin Yvonne Gilli.
Fordert eine bessere Ausbildung der Apotheker: Die grüne Nationalrätin und Ärztin Yvonne Gilli.
Keystone
Hat mit einem Kompromissvorschlag einen weniger starren Rezeptzwang erwirkt: Gesundheitspolitikerin Ruth Humbel (CVP).
Hat mit einem Kompromissvorschlag einen weniger starren Rezeptzwang erwirkt: Gesundheitspolitikerin Ruth Humbel (CVP).
Keystone
Apotheker erhalten bei der Medikamentenherausgabe mehr Kompetenzen: Eine Pharmaassistentin beschriftet Medikamente.
Apotheker erhalten bei der Medikamentenherausgabe mehr Kompetenzen: Eine Pharmaassistentin beschriftet Medikamente.
Keystone
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Dunkle Wolken türmten sich heute Morgen über der Bundeshauskuppel. Doch nicht nur über dem Gebäude, auch darin war die Grosswetterlage geladen. Denn im Nationalrat wurde die Revision des Heilmittelgesetzes beraten. Und zwischen Ärzten und Apothekern war im Vorfeld ein Konflikt darüber entbrannt. Trotz der düsteren Vorzeichen blieben heute aber die Kontroversen weitgehend aus – die grosse Kammer stärkte die Position der Apotheker. Bei den Kompetenzstreitigkeiten geht es im Wesentlichen um die Rezeptausstellung: Wer soll künftig unter welchen Bedingungen Medikamente abgeben dürfen? Aber auch um handfeste finanzielle Interessen: Der Medikamentenmarkt hat ein Volumen von 6 Milliarden Franken. Entsprechend intensiv haben Branchenvertreter im Vorfeld der Debatte lobbyiert.

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