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Schweiz: Ärzte melden Corona-Fälle per Fax

Der Bund hat Mühe bei der Erfassung der Fallmeldungen. Kein Wunder: Sie werden mit veralteten Methoden übermittelt.

Der erste Corona-Fall unter den eigenen Patienten – für viele Hausärzte ist das ohnehin schon ein schwieriger Moment. Wie ein Fall vom letzten Wochenende zeigt, der dieser Zeitung geschildert wurde, müssen sich Ärztinnen und Ärzte dabei aber nicht nur mit medizinischen Fragen befassen, sondern auch mit bürokratischen Hürden. Ärzte wie Laboratorien sind verpflichtet, positive Befunde dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) und dem zuständigen Kantonsarzt zu melden. Das Prozedere ist allerdings veraltet.

Die Formulare für die Meldung sind zwar in elektronischer Form auf der Website des BAG aufgeschaltet. Danach folgt aber der Rückschritt ins tiefste 20. Jahrhundert. Elektronisch übermittelt werden sollen die Formulare nämlich nicht. Je nach Krankheit müssen Ärzte ihre Fälle innert zwei Stunden per Telefon, innert 24 Stunden per Fax oder innert einer Woche per Post melden, schreibt das BAG in der Anleitung.

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