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AHV gibt 766 Millionen mehr aus, als sie einstreicht

Bei der ersten Säule ist 2016 wie zuletzt ein negatives Umlageerbnis erzielt worden. Dennoch kann ein Verlust vermieden werden.

Diskussionsthema Altersvorsorge: Ein Rentnerehepaar geniesst die Frühlingssonne. (Archiv)
Diskussionsthema Altersvorsorge: Ein Rentnerehepaar geniesst die Frühlingssonne. (Archiv)
Stephan Scheuer, Keystone

Das Umlageergebnis bei der AHV fiel im vergangenen Jahr erneut negativ aus. Konkret: Die Sozialversicherung hat 766 Millionen Franken mehr ausgegeben, als sie an Beiträgen eingenommen hat. Das finanzielle Resultat bei der AHV liegt im Trend der letzten Jahre, wie der Ausgleichsfonds AHV/EO (compenswiss) am Montag mitteilte. Seit 2014 fallen die Erträge jeweils tiefer aus als der Aufwand.

Nach einem Vermögensverlust von 237 Millionen Franken im 2015 erzielte die AHV jedoch im vergangenen Jahr wieder ein positives Anlageergebnis von 1,08 Milliarden Franken. Hinzu kommen die vom Bund bezahlten Zinsen auf die Schulden der IV von 122 Millionen Franken.

Ein Viertel steuert die öffentliche Hand bei

Dank dieser Einnahmen verzeichnete die AHV 2016 ein Betriebsergebnis von 439 Millionen Franken. Das ist deutlich besser als im Vorjahr, als ein Verlust von 559 Millionen Franken hingenommen werden musste.

Zu rund drei Vierteln stammen die AHV-Beiträge von Arbeitnehmern und Arbeitgebern. Ein Viertel steuert die öffentlich Hand bei. Darin enthalten sind die Beiträge von Bund und Kantonen, das Mehrwertsteuerprozent und die Spielbankenabgabe.

Insgesamt kamen so bei der Sozialversicherung 41,76 Milliarden Franken zusammen. Die Ausgaben – fast ausschliesslich für die Renten – beliefen sich jedoch auf 42,53 Milliarden Franken.

IV-Schuld nimmt weiter ab

Der Ausgleichsfonds hat am Montag auch die Ergebnisse von Invalidenversicherung (IV) und Erwerbsersatzordnung (EO) publiziert. Die IV weist ein positives Umlageergebnis von 692 Millionen Franken aus, auch das Anlageergebnis war mit 131 Millionen Franken positiv.

Das Betriebsergebnis von 823 Millionen Franken machte es möglich, die IV-Schuld gegenüber der AHV weiter zu tilgen. Die Forderung der AHV verringerte sich auf 11,41 Milliarden Franken. Seit 2011 konnte die IV-Schuld um 3,54 Milliarden Franken reduziert werden.

Wesentlich verschlechtert hat sich das Umlageresultat der EO - von einem Plus von 115 Millionen im Jahr 2015 auf ein Minus von 87 Millionen Franken. Trotz 35 Millionen Franken Anlagegewinn resultierte beim Betriebsergebnis ein Minus von 52 Millionen Franken.

Die Ausgleichsfonds wiesen Ende Dezember 2015 ein Vermögen von insgesamt 34,82 Milliarden Franken aus. Davon entfielen 29,68 Milliarden Franken auf die AHV, 4,27 Milliarden auf die IV und 866 Millionen Franken auf die EO.

SDA/fal

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