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AKW Fessenheim könnte ab 2020 vom Netz gehen

Die Stromgesellschaft aus Frankreich hält die Abschaltung für möglich. Aber sie nennt Bedingungen.

Ein Hin und Her: Das Pannen-AKW Fessenheim beschäftigt die Gemüter in drei Nationen. (Archiv)
Ein Hin und Her: Das Pannen-AKW Fessenheim beschäftigt die Gemüter in drei Nationen. (Archiv)
Winfried Rothermel/AP, Keystone

Der französische Stromnetzbetreiber RTE glaubt, dass eine Abschaltung des pannenanfälligen Atomkraftwerks Fessenheim im Elsass ab dem Sommer 2020 durchaus passieren könne. In einem am Donnerstag veröffentlichten Gutachten nannte das Unternehmen aber mehrere Bedingungen. Um die Stromversorgung sicherzustellen, dürfe bis dahin kein anderes Kraftwerk vom Netz gehen.

Nach Angaben des Netzbetreibers gibt es ab dem Winter 2020 ausreichend grosse Sicherheitsreserven für die Stromversorgung. Das bedeutet, dass Fessenheim vor der Winterperiode heruntergefahren und danach die vier noch verbleibenden Kohlekraftwerke in Frankreich schrittweise vom Netz genommen werden könnten, wie es die Regierung plant.

Zur Voraussetzung macht der Netzbetreiber aber unter anderem die vorherige Inbetriebnahme eines neuen Atomreaktors im nordfranzösischen Flamanville, dessen Bau sich mehrfach verzögert hat.

Ein Hin und Her

Das Gutachten des Netzbetreibers RTE – mehrheitlich in der Hand des staatlichen Energiekonzerns EDF – geht einem Zehnjahresplan zur Energiewirtschaft voraus, den die Regierung in Kürze vorstellen will.

Die von der Schweiz und Deutschland seit Jahren geforderte Abschaltung von Fessenheim steht wieder in Frage, seitdem der französische Staatsrat den zugrunde liegenden Regierungserlass vom April 2017 Ende Oktober wegen Formfehlern für ungültig erklärt hatte. Die Regierung muss nun zunächst einen neuen Erlass beschliessen.

(AFP)

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