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Alain Bersets riskante Strategie geht auf

Der Bund wird die Kantone vorerst nicht per Gesetz zum Frühfranzösisch zwingen. Doch die Drohkulisse des Innenministers bleibt bestehen.

Hat hoch gepokert: Bundesrat Alain Berset.
Hat hoch gepokert: Bundesrat Alain Berset.
Keystone

Wer hätte das vor einem halben Jahr gedacht? Als der Bundesrat auf Antrag von Innenminister Alain Berset im Juli beschloss, den Kantonen mit einem Eingriff in ihre Bildungshoheit zu drohen, schien die Situation komplett verfahren, der Konflikt unlösbar. Die Regierung schickte damals eine Änderung des Sprachengesetzes in die Vernehmlassung, welche die Kantone verpflichten würde, eine zweite Landessprache in der Primarschule zu verankern. Die Empörung war gross — und der drastische Schritt des Bundesrats der vorläufige Höhepunkt eines jahrelangen Streits um das Frühfranzösisch.

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