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Als zwei Jahre für den roten Pass reichten

Ausländer einbürgern, um sie zu integrieren: Was eine neue Studie nahelegt, hat die Schweiz vor hundert Jahren bereits praktiziert. Sogar Zwangseinbürgerungen wurden erwogen.

Gemeinsam kochen: Eine Lehrerin bereitet mit ihren Schülern eine Mahlzeit zu. Der Hauswirtschaftsunterricht ist Teil des Brückenangebots «Sprache und Integration» für Jugendliche mit einem Migrationshintergrund. (6. März 2015)
Gemeinsam kochen: Eine Lehrerin bereitet mit ihren Schülern eine Mahlzeit zu. Der Hauswirtschaftsunterricht ist Teil des Brückenangebots «Sprache und Integration» für Jugendliche mit einem Migrationshintergrund. (6. März 2015)
Keystone
Integration in Rumänien: Damit sich Roma besser integrieren, besuchen die Kinder der Fahrenden und Kinder von anderen Minderheiten eine spezielle Schule. (24. März 2015)
Integration in Rumänien: Damit sich Roma besser integrieren, besuchen die Kinder der Fahrenden und Kinder von anderen Minderheiten eine spezielle Schule. (24. März 2015)
Keystone
Bei der Eröffnung des Infozentrums zur Prävention vor islamischen Extremisten in Berlin treffen sich die deutsche Familienministerin Manuela Schwesig (links) und Yasemin Bagci (Mitte), Vorstandsmitglied der Sehitlik-Moschee. (18. August 2015)
Bei der Eröffnung des Infozentrums zur Prävention vor islamischen Extremisten in Berlin treffen sich die deutsche Familienministerin Manuela Schwesig (links) und Yasemin Bagci (Mitte), Vorstandsmitglied der Sehitlik-Moschee. (18. August 2015)
Reuters
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«Die Schweiz hat früher einmal erfolgreich eine Einwanderungspolitik mit einer sehr liberalen Grundhaltung betrieben», sagt Thomas Kessler. Der frühere Integrationsbeauftragte und heutige Stadtentwickler des Kantons Basel-Stadt ist froh, dass Forscher der Universität Zürich diese Woche aufgezeigt haben, dass die Einbürgerung die Integration fördert, und eine raschere Verleihung des Bürgerrechts deshalb sinnvoll sein könnte. Eines vermisst er jedoch in der Diskussion darüber: Den Blick zurück. «Oft geht vergessen, dass die Wartefrist bei der Einbürgerung nicht seit je zwölf Jahre beträgt, sondern früher viel kürzer war.»

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